Herrmann: Weniger Wohnungseinbrüche dank Polizeikontrollen

Ein Einbruch im eigenen Zuhause verletzt das Sicherheitsgefühl ganz besonders. Im Kampf gegen Einbrecher sieht sich Bayern durch neue Ermittlungsmethoden und länderübergreifende Aktionen gut gerüstet. Dennoch gibt es Rat von Experten.
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Innenminister Joachim Herrmann (CSU, r) mit einem Polizeibeamten und Hund Max bei einer Kontrolle. Foto: Nicolas Armer/dpa
dpa Innenminister Joachim Herrmann (CSU, r) mit einem Polizeibeamten und Hund Max bei einer Kontrolle. Foto: Nicolas Armer/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Der Kampf gegen Einbrecher in Bayern zeigt nach Ansicht von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Erfolge. Grund seien verstärkte Polizeimaßnahmen und verbesserte Schwerpunktkontrollen entlang von Fernstraßen durch länderübergreifende Kooperationen, sagte Herrmann laut Mitteilung am Freitag an einer Kontrollstelle der Polizei an der Autobahn 9 bei Nürnberg.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Bayern ging laut Kriminalitätsstatistik in den vergangenen Jahren deutlich zurück. Gab es 2014 noch 65 Einbrüche pro 100 000 Einwohner, waren es im vergangenen Jahr nur noch 40. Neben klassischen Ermittlungsinstrumenten wie der professionellen Spurensicherung und der hohen Polizeipräsenz an einbruchsgefährdeten Orten gehören zu den Gegenmaßnahmen laut Herrmann auch neue Ansätze wie der Einsatz von Prognosesoftware. Eine besondere Rolle spielten Vereinbarungen mit Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen, die unter anderem gemeinsame Schwerpunktkontrollen ermöglichten.

Eine derartige Kontrolle gab es zuletzt im Februar 2019. Damals überprüften rund 1200 Beamte mehr als 10 000 Fahrzeuge. 47 Personen wurden vorläufig festgenommen und 250 Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten angezeigt. "In Verbindung mit verdeckten Ermittlungsmaßnahmen haben wir ganzjährig ein engmaschiges Fahndungsnetz gesponnen, das Einbrechern ihr kriminelles Treiben zunehmend schwerer macht", so Herrmann.

Der Experte für technische Prävention im Landeskriminalamt, Josef Moosreiner, rät trotz gesunkener Einbruchszahlen zur Vorsorge. Denn bei wem einmal eingebrochen worden sei, der fühle sich oft nicht mehr wohl in seinem Zuhause. Damit es nicht so weit komme, sollten Türen und Fenster einbruchssicher sein, sagte er auf Anfrage. Wer in Sicherheitstechnik investiere, könne einen Zuschuss bei der KfW-Förderbank beantragen. Sicherheitstipps und eine Liste mit Herstellern geprüfter Fenster, Türen und Alarmanlagen seien bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen erhältlich.

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