Grüne in Bayern: Ohne uns wird nichts mehr gehen

München (dpa/lby) - Die Grünen in Bayern sind mit den Ergebnissen der Kommunalwahl hochzufrieden und sehen die CSU als Verliererin. "Ganz klar ist, dass Grün in den nächsten sechs Jahren in den bayrischen Gemeinderäten, Stadträten und Kreistagen nicht mehr wegzudenken sein wird.
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Eva Lettenbauer, Landeschefin der Grünen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archiv
dpa Eva Lettenbauer, Landeschefin der Grünen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archiv

München (dpa/lby) - Die Grünen in Bayern sind mit den Ergebnissen der Kommunalwahl hochzufrieden und sehen die CSU als Verliererin. "Ganz klar ist, dass Grün in den nächsten sechs Jahren in den bayrischen Gemeinderäten, Stadträten und Kreistagen nicht mehr wegzudenken sein wird. Ohne uns wird nichts gehen", sagte Landeschefin Eva Lettenbauer am Montag in München. Anders sei die Lage bei der CSU. "Die CSU hat in allen Städten zum Teil deutlich verloren", meinte Parteichef Eike Hallitzky. Ministerpräsident Markus Söder versuche zwar, das in einen Sieg umzudeuten. Die Fakten sprächen aber eindeutig dagegen.

Doch auch die Grünen mussten Niederlagen einstecken. Die Münchner Oberbürgermeister-Kandidatin Katrin Habenschaden unterlag mit 20,7 Prozent nicht nur Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD), der auf 47,9 Prozent kam. Sie musste sich auch Kristina Frank (CSU) geschlagen geben, die ganz knapp mit 21,3 Prozent vorne lag und nun in zwei Wochen gegen Reiter bei der Stichwahl antritt. Hallitzky führte das auch auf die angespannte Situation wegen der Corona-Pandemie zurück. In so einer Lage wählten die Menschen oft regierende Amtsträger.

Insgesamt hätten die Grünen aber ihr Ziel von mehr als 1000 zusätzlichen Mandaten erreicht, sagte Hallitzky. Anfangs habe man diese Zahl noch für sehr optimistisch gehalten. "Jetzt sehen wir, da werden wir locker über diesen Erfolg hinauskommen." Zudem seien die Grünen in vielen Kommunalparlamenten zweitstärkste Kraft.

Auch auf dem Land sieht sich die Partei angekommen. "Viele ländliche Gemeinden haben nun Grüne in den Räten", berichtete Lettenbauer. In 27 Städten, Gemeinden und Landkreisen gingen Kandidaten in zwei Wochen in die Stichwahl. Einige seien auch direkt gewählt worden wie der Miltenberger Landrat Jens Marco Scherf. "Unser zentrales Ziel war, dass wir die Grundlage für die nächsten Jahre legen, dass wir stark die bayrische Landespolitik beeinflussen - und genau das können wir mit diesem unglaublichen Zuwachs in Stadträten, Gemeinderäten und Kreistagen", sagte Lettenbauer.

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