Freie-Wähler-Gründer Grein: Erfolg gibt Aiwanger recht

Unabhängige Wählergemeinschaften haben nebeneinander hergearbeitet - bis Armin Grein sie zusammenbrachte. Der langjährige Vorsitzende der Freien Wähler blickt anlässlich seines 80. Geburtstag auf die Partei, die er angestoßen hat - aber nie wollte.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Armin Grein, langjähriger Vorsitzender der Freien Wähler, spricht während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann
dpa Armin Grein, langjähriger Vorsitzender der Freien Wähler, spricht während eines Interviews. Foto: Daniel Karmann

Marktheidenfeld/München (dpa/lby) - Nach anfänglicher Skepsis lobt der ehemalige Vorsitzende der Freien Wähler, Armin Grein, die Landtags-Koalition. "Aiwanger, Piazolo und Glauber geben sich Mühe, den Weg der Freien Wähler beizubehalten, und sie sind erfolgreich", sagte Grein in seinem Wohnort Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Koalition habe er Angst gehabt, dass die Freien Wähler von der CSU untergebuttert würden, so Grein. Hubert Aiwanger ist in der schwarz-orangen Regierung Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister. Michael Piazolo ist Kultus-, Thorsten Glauber Umweltminister.

Grein hat die Freien Wähler als unabhängige Wählergemeinschaft mitgegründet und war lange Landes- sowie Bundesvorsitzender. Er wird am Sonntag (21. April) 80 Jahre alt.

Lange war Grein dagegen, dass die Freien Wähler für den Landtag kandidieren. Auch die Parteigründung habe er stets abgelehnt. Für ihn seien die Freien Wähler immer eine Bewegung gewesen, keine Partei. 2006 hatte Grein den Landesvorsitz an Aiwanger übergeben, 2008 zogen die Freien Wähler in den Landtag ein.

"Aiwanger hat es so gewollt, und der Erfolg hat ihm recht gegeben", sagte Grein nun. Als stellvertretender Regierungschef und Wirtschaftsminister habe Aiwanger doch ganz andere Möglichkeiten als er selbst früher. Der Erfolg in Bayern wecke auch Mut bei Freien Wählern in anderen Bundesländern. Auf die Frage, ob die Freien Wähler nun nicht eine normale Partei seien, die sie doch nie werden sollten, antwortete Grein nicht.

Der fast 80-Jährige möchte in die Politik nicht mehr reinreden. "Die Jungen haben ihren eigenen Kopf und sie müssen ihn auch hinhalten", so Grein. Er helfe nur noch dabei, Bürgermeisterkandidaten zu finden. "Damit die Posten nicht wieder in die Hände der CSU fallen."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren