Forscher bitten um Hilfe: Schickt uns eure Hummeln!

Frühlingssonne und Blüten locken gerade vielerorts wieder die Hummeln an. Naturfreunde können jetzt bei der Erforschung der Insekten mithelfen - dafür gibt es ein paar Tricks und Tipps.
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Bei der Hummel-Challenge kann jeder mitmachen (Foto Archiv).
Bei der Hummel-Challenge kann jeder mitmachen (Foto Archiv). © Hendrik Schmidt/dpa
München

Handy raus, Hummeln fotografieren und via App melden: So einfach können Insektenfreunde in den nächsten Wochen deutschlandweit der Wissenschaft helfen. Bei der "Hummel-Challenge" hoffen Experten erneut auf Forschungserfolge wie in den Vorjahren. 

Die Aktion läuft bis zum 9. April. Zu dem Monitoring rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Naturschutz Bayern und das Thünen-Institut in Braunschweig auf. Alle können mitmachen - ob mit Vorkenntnissen oder ohne.

Wie läuft die Aktion ab? 

Einfach in der Natur möglichst viele Hummeln fotografieren. Gemeldet werden können sie über eine kostenlose App ("ObsIdentify"). Artenkenntnisse seien nicht erforderlich, betonen die Organisatoren. Eine integrierte Künstliche Intelligenz bestimme die Hummeln anhand der Fotos. Erfahrene Hummel-Experten überprüfen die Meldungen zusätzlich.

Die besten Chancen, verschiedene Hummelarten zu entdecken, gebe es in der Nähe vieler verschiedener Blütenpflanze, sagt die Projektverantwortliche am Thünen-Institut, Sophie Ogan. 

Wie gelingen gute Bilder von den Insekten?

"Am einfachsten lassen sich Hummeln beim Blütenbesuch fotografieren. Beim Sammeln von Pollen und Nektar halten sie einen Moment kurz still. Wichtig ist, dass die Hummel vollständig und scharf abgebildet ist." Für die Forschung sei es besonders wertvoll, wenn auch die Pflanze erkennbar sei, auf der das Tier sitze.

Was ist noch zu beachten?

Achtung: Hummeln sind gesetzlich geschützt, betont der BUND. Sie dürften weder gestört noch gefangen oder gar getötet werden! "Jetzt im Frühjahr sind vor allem die Hummelköniginnen unterwegs, die haben es aber oft nicht leicht", sagt BUND-Projektverantwortliche Martina Gehret. "Kühles und nasses Wetter sowie ein geringes Blüten- und damit Nahrungsangebot machen den Start ins Jahr für die Königinnen zu einer echten Herausforderung."

Und welche Forschungserfolge gab es?

In den Vorjahren gab es den Organisatoren zufolge eine Reihe wichtiger Entdeckungen durch die Aktion: So konnten seltene Arten wie die Mooshummel an der Nordseeküste, die Eisenhuthummel und die Pyrenäenhummel im Alpenraum nachgewiesen werden. Ganz besonders war demnach die Dokumentation der Tonerdhummel im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Sie wurde damit erstmals in Deutschland nachgewiesen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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