Flüchtlinge: Neu­mey­er fordert gleichmäßige Verteilung

Gleichmäßige Verteilung von Flüchtlingen - das ist die Forderung des bayerischen Integrationsbeauftragten Martin Neu­mey­er. Ihm zufolge ist das Bundesland nämlich bereits mehr als ausgelastet.
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Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm (hinten Mitte) und der bayerische Integrationsbeauftragte  Martin Neumeyer (links hinten) besuchen ein Flüchtlingslager in der Türkei. (Symbolbild)
dpa Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm (hinten Mitte) und der bayerische Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer (links hinten) besuchen ein Flüchtlingslager in der Türkei. (Symbolbild)

München - Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neu­mey­er, fordert eine sofortige Übergangsregelung zur gleichmäßigen Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im gesamten Bundesgebiet.

Grund für die Forderung Neu­mey­ers ist der hohe Ansturm auf das Bundesland: "Derzeit nimmt Bayern vierzig Prozent der besonders betreuungsbedürftigen Flüchtlinge auf, und die absoluten Zahlen werden vermutlich noch deutlich ansteigen", sagt der 60-Jährige. "Das ist kaum zu stemmen".

Gemäß einer Mitteilung des Integrationsbeauftragten ist Bayern aufgrund seiner Lage das Bundesland, in dem besonders viele der unbegleiteten Minderjährigen eintreffen. Dementsprechend trägt es auch einen Großteil des Aufwands für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der jungen Leute.

Einer Statistik des Sozialministeriums zufolge kamen im Jahr 2014 circa 25.000 Asylbewerber nach Bayern. Das ergibt eine Steigerung von rund 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Eine Frage der Gerechtigkeit

Für Neumeyer ist eine faire Übergangslösung bis zum Inkrafttreten eines Gesetzes auch eine Frage der Gerechtigkeit: „Das Land, das den Löwenanteil des Länderfinanzausgleiches trägt und so zwölf Bundesländer in Ost und West mittelbar mit umfangreichen Geldmitteln unterstützt, darf auch mal Solidarität einfordern“.

Der Integrationsbeauftragte hofft dabei auf eine rasche Einigung, sodass ein entsprechender Plan bis Anfang 2016 erarbeitet werden kann.

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