Fake News: Verdient Söders Frau mit FFP2-Masken Geld?

Angeblich verdient die Ehefrau von Markus Söder mit ihrer Firma Geld mit der Produktion von Masken. Diese Falschnachricht verbreitet sich seit Beginn der FFP2-Maskenpflicht (wieder) in einschlägigen Gruppen.
| Lukas Schauer
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seine Frau Karin Baumüller-Söder.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seine Frau Karin Baumüller-Söder. © Felix Hörhager/dpa/Archivbild

München - Hat der bayerische Ministerpräsident die FFP2-Maskenpflicht nur deswegen eingeführt, weil dadurch seine Frau Karin Baumüller-Söder viel Geld verdient? Weil sie zusammen mit ihrem Bruder eine Firma hat, die solche Masken herstellt?

Fake News um angebliche Maskenfirma von Söder-Ehefrau

Die einfache wie klare Antwort: Nein, natürlich nicht. Dabei handelt es sich schlicht um Fake-News. Doch seit Tagen wird das Gerücht wieder vermehrt in den entsprechenden Gruppen auf Facebook und Telegram geteilt - wie auch schon im Frühjahr 2020, als die Maskenpflicht eingeführt wurde.

Was stimmt: Karin Baumüller-Söder entstammt einer Industriellenfamilie aus Nürnberg. Die Baumüller-Gruppe ist ein führender Hersteller elektrischer Antriebs- und Automatisierungssysteme und besteht aus mehreren Firmen. Keine dieser Firmen stellt aber Mund-Nase-Bedeckungen her.

210 Face Shields wurden gespendet

Im April 2020 hatte viel mehr eine Tochterfirma der Baumüller-Gruppe mittels 3D-Drucker genau 210 Face Shields hergestellt und diese dann an die eigenen Mitarbeiter verteilt und an Krankenhäuser in Nürnberg gespendet. Gewinn gemacht wurde damit nicht, wie ein Unternehmenssprecher versichert.

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Zudem waren Face Shields auch nie als FFP2-Maskenersatz zugelassen - weil sie weder einen selbst noch andere schützen. Es ist also davon auszugehen, dass auch die Spendenempfänger mittlerweile lieber ganz normale FFP2-Masken tragen.

Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume twitterte dazu schon. "Klassische Hetze" schrieb der Politiker.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

An der Behauptung ist also gar nichts dran. Zurück geht die Falschmeldung wohl auf einen Tweet der bayerischen AfD-Landesvorsitzenden Corinna Miazga vom Mai 2020. Seitdem geistert die Falschbehauptung durchs Internet.

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