Erhard-Gipfel: Goetz-Weimer glaubt trotz Absagen an Zukunft

Trotz der Fülle von Absagen hochkarätiger Politiker sieht die Organisatorin Christiane Goetz-Weimer den Ludwig-Erhard-Gipfel nicht in seiner Existenz gefährdet. "Gerade in Zeiten, in denen unterschiedlichste Meldungen und Gerüchte kursieren, ist es gut, auf gewachsene und vertrauensvolle Partnerschaften bauen zu können. Unsere langjährigen Partner können vieles gut einordnen", sagte die Verlegerin der Weimer Media Group und Frau von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer der Deutschen Presse-Agentur in München. DNA und Historie des Gipfels seien so stark und glaubwürdig, dass sie aktuelle Herausforderungen überstrahlten.
Söder verzichtete auf Teilnahme - andere Top-Politiker folgten
Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Anfang der Woche erklärt hatte, er wolle in diesem Jahr weder als Schirmherr fungieren noch persönlich bei der Veranstaltung erscheinen, hatten auch zahlreiche andere Politiker ihre Teilnahme abgesagt - darunter SPD-Chef Lars Klingbeil, Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU). Bei vielen anderen Politikern, die in den vergangenen Jahren regelmäßig am Tegernsee zu Gast waren, etwa Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), ist die Teilnahme noch offen.
Der Ludwig-Erhard-Gipfel wurde aufgrund seiner teils hochkarätigen Gäste und des Alpenpanoramas in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum gerne als "deutsches Davos" bezeichnet. "Warten wir doch einmal ab, ob wir vom 28. bis 30. April diesen Anspruch nicht erneut erfüllen werden", sagte Goetz-Weimer. Ohne konkrete Namen zu nennen, versprach sie auch für dieses Jahr "hochrangige Speaker sowie renommierte Partner und Gäste".