Ein Seuchenjahr

Chhunly Pagenburg sucht nach Antworten für sein Dauer-Tief und will nun beim Club wieder „Vollgas geben“
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Chhunly Pagenburgs Tiefpunkt: Sein Foul im Pokalspiel an Miro Klose, deutlich vor dem Strafraum (oben), führte zum entscheidenden Elfer. Danach gab’s Tränen (l.).Foto: Rauchensteiner/AK
az Chhunly Pagenburgs Tiefpunkt: Sein Foul im Pokalspiel an Miro Klose, deutlich vor dem Strafraum (oben), führte zum entscheidenden Elfer. Danach gab’s Tränen (l.).Foto: Rauchensteiner/AK

Chhunly Pagenburg sucht nach Antworten für sein Dauer-Tief und will nun beim Club wieder „Vollgas geben“

NÜRNBERG „Mein Nachfolger wird noch sehr viel Freude an dem Jungen haben.“ Das sagte Ex-Trainer Hans Meyer im Frühjahr 2007. Über Chhunly Pagenburg. Das Club-Eigengewächs. Gut ein Jahr später kennt Meyers Nachfolger Thomas von Heesen wohl nicht sehr viel mehr als den Namen des 21-jährigen Stürmers. Kein Wunder. Denn: „Die letzte Saison war völlig für die Katz’“, jammert Chhunly. Beim Club. Und auch bei den Münchner Löwen, wohin es ihn in der Winterpause verschlagen hatte.

Über die Gründe für sein Seuchenjahr rätselt Pagenburg noch immer, „ohne eine Erklärung zu finden“. Hatte er in der Rückrunde der vorvergangenen Saison noch den Shootingstar gegeben, seinen aus dem Kambodschanischen übersetzten Vornamen „Glück im Frühling“ spielerisch nachhaltig unterstrichen, kam „plötzlich dieses Tief, ich bin richtiggehend in ein Loch geplumpst.“

Hatte er nach einer durchaus ordentlichen Vorbereitung plötzlich Flausen im Kopf? Oder war er bei Meyer unten durch, weil er einmal eine Trainingseinheit – im wahrsten Sinne des Wortes – verpennt hatte? „Weder noch, das hat mir auch Meyer versichert“, erinnert sich Pagenburg an eines der letzten Gespräche mit dem harten Hans.

Bei den Löwen in Liga zwei sollte alles besser werden. Sollte, wurde es aber nicht. „Der Wechsel war ein einziges Missverständnis. Im Verein ging es immer ziemlich chaotisch zu, und zu meiner Leistung habe ich auch nicht gefunden“, sucht Chhunly die Schuld in erster Linie bei sich selbst. Der Tiefpunkt: Im Pokal-Viertelfinale gegen Bayern sank Kontrahent Miro Klose Sekunden vor Ende der Verlängerung und wenige Zentimeter vor der Strafraumgrenze theatralisch zu Boden. Ribery versenkte den geschenkten Elfer – und Chhunly war der Gelackmeierte.

Die Löwen verzichteten folglich auf ihr Vorkaufsrecht, ab sofort ist Chhunly wieder beim Club. Ohne klaren Auftrag. „Da werden noch Gespräche geführt“, weiß er. Wobei er sein Ziel schon klar definiert hat. „Ich habe Vertrag bis 2009, und den will ich hier in Nürnberg auch erfüllen.“ Obwohl es zaghafte Anfragen diverser Vereine gibt. „Mir ist voll bewusst, dass ich bei Null anfange. Aber ich werde Vollgas ohne Ende geben.“ Damit Thomas von Heesen bald mehr von ihm kennt als nur den Namen. Markus Löser

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