Ein Bayer fährt das letzte Auto von Roy Black

Ein Regensburger hat den alten Volvo vor dem Schrottplatz bewahrt. Der Star (†48) ist damit zum Set am Wörthersee gefahren.
| Susanne Pritscher
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Seine Paraderolle: Roy Black steht vor dem berühmten Schloss am Wörthersee in Kärnten. Zu den Dreharbeiten fuhr er gerne mit seinem Volvo.
Seine Paraderolle: Roy Black steht vor dem berühmten Schloss am Wörthersee in Kärnten. Zu den Dreharbeiten fuhr er gerne mit seinem Volvo. © dpa

Regensburg - Herbert Feldbauer ist ein Autoliebhaber. Doch während andere von einem Ferrari träumen, begeistert sich der Radiomoderator (29) aus Regensburg eher für ältere Fahrzeuge. Sein neuestes Projekt: Der Volvo, den der Schlagerstar Roy Black kurz vor seinem Tod noch gefahren haben soll. 419.000 Kilometer auf dem Buckel, Rost am Unterboden und dennoch ist der 29 Jahre alte Volvo 940 GL ein wahres Schmuckstück für Feldbauer.

AZ: Herr Feldbauer, sind Sie ein eingefleischter Roy-Black-Fan?
Herbert Feldbauer: Ich bin nicht direkt großer Roy-Black-Fan, sondern in erster Linie Autosammler beziehungsweise Auto-Fan. Da kommt diese Leidenschaft her. Aber ich schätze ihn schon als Musiker.

Roy Black: Mit Volvo zum "Schloss am Wörthersee"

Sie haben sein letztes Auto vor der Schrottpresse gerettet. Warum?
Letztes Jahr habe ich aus Langeweile einfach mal "Roy Black" und "Volvo" gegoogelt. Da bin ich auf eine E-Bay-Anzeige gestoßen, die schon über ein Jahr abgelaufen war. Dann habe ich den Verkäufer kontaktiert und gefragt, ob das Auto noch da ist. Und das Auto stand tatsächlich immer noch auf dem Hof des Verkäufers. Es war schon mit Gras eingewachsen und ein Wespennest war im Motorraum. Es hatte auch schon Rost am Unterboden. Der Motor lief nicht. Das war gerade noch an der Grenze, dass man das Auto überhaupt noch retten kann.

Und es gehörte sicher einmal Roy Black?
Im Fahrzeugbrief ist tatsächlich die Historie sichtbar. Das Auto wurde zunächst auf die Lisa Film GmbH zugelassen. Das ist die Produktionsfirma, die auch die Serie "Ein Schloss am Wörthersee" produziert hat. Das war 1991 - das Jahr seines Todes. Roy Black soll das Auto genutzt haben, um zu den Dreharbeiten am Wörthersee zu fahren. Nach seinem Tod wurde das Auto auf seine Lebensgefährtin geschrieben und wenig später dann auf seinen Bruder Walter Höllerich.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie und Ihr Bruder fertig mit der Restaurierung waren?
Ursprünglich kam unsere Auto-Leidenschaft ja von meinem Vater. Der hat in den 60er Jahren Kfz-Mechaniker gelernt. Deswegen sind wir auch mit Autos groß geworden und können uns da etwas helfen. Letztes Jahr im August/September haben wir das Auto gekauft. Und danach haben wir etwa ein Dreivierteljahr immer wieder daran rumgebastelt, wenn Zeit war.

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Ist das Auto wieder fahrtüchtig?
Ja, wir haben wieder einen Tüv bekommen. Ich hab es mit einem Saisonkennzeichen angemeldet. Es ist ja auch kein alltägliches Auto. Im Sommer wird es ab und zu bewegt, im Winter wäre das aber wegen des Rosts und des Salzes nichts.

Sie haben auch ein besonderes Kennzeichen.
Ja. Ich wohne in Regensburg und habe dann geschaut, was als Kennzeichen in Frage kommt. So ein "R-OY" passt wunderbar, und dann war auch noch eine Schnapszahl frei. Das habe ich dann schon während der Restaurierung reserviert.

Was ist für Sie das Besondere an dem Volvo 940 GL?
Nächstes Jahr wird das Auto zum 30. Todestag von Roy Black auch 30 und damit zum Oldtimer. Die alten Volvos haben den Ruf, sehr robust zu sein, und scheinbar ist das Auto das auch. Er hat ja auch schon über 400.000 Kilometer auf dem Tacho und läuft immer noch. Es ist auch ein sehr geräumiges Auto und dieses Kastenförmige ist heutzutage auch etwas Außergewöhnliches.

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