Dorothee Bär erhält Orden wider den tierischen Ernst

Ein Orden für Menschlichkeit und Witz - in diesem Jahr soll ihn Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bekommen. Die Laudatio bei der Karnevalssitzung in Aachen hält ein Kabinettskollege.
von  dpa
Endlich Ordensritterin: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär in Aachen den Orden wider den tierischen Ernst. (Archivfoto)
Endlich Ordensritterin: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär in Aachen den Orden wider den tierischen Ernst. (Archivfoto) © Helena Dolderer/dpa

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) erhält am Samstagabend (19.30 Uhr) in Aachen den Orden wider den tierischen Ernst. Damit zählt die 47-Jährige fortan zu einem exklusiven Kreis karnevalistisch ausgezeichneter Politikerinnen und Politiker. Der Orden wird seit 1950 vom Aachener Karnevalsverein (AKV) verliehen und soll "Humor und Menschlichkeit im Amt" würdigen. Die Laudatio auf die CSU-Politikerin hält Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), der Ausgezeichnete des vergangenen Jahres.

Die Entscheidung, die Fränkin zur sogenannten Ordensritterin zu machen, hatte der AKV mit ihrem Humor begründet, der "Markenzeichen und Mittel politischer Kommunikation" zugleich sei. Unvergessen seien ihre Auftritte bei "Fastnacht in Franken", bei denen sie sich selbstironisch und kreativ präsentiere, etwa als Kaiserin Sisi.

Ritterin Nummer 76

Bär sieht es als Ehre an, als 76. Ordensritterin in die Karnevalsgeschichte einzuziehen. "Dieser Preis steht wie kein anderer dafür, dass das Leben nicht nur aus Zahlen, Paragrafen und freudloser Bürokratie besteht, sondern auch aus Humor, Menschlichkeit und der Fähigkeit, über sich selbst zu lachen", erklärte sie.

Die Liste ihrer Vorgänger ist lang - die meisten davon sind Männer. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Bundeskanzler Konrad Adenauer (1959) und Helmut Schmidt (1972). Auch der heutige Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Auszeichnung schon erhalten (2006). 

Der erste Orden wurde 1950 einst einem britischen Militärstaatsanwalt verliehen, nachdem dieser einen Verurteilten über Karneval aus der Haft entlassen hatte. Die Begründung damals war, dass man dem Mann nicht zumuten könne, "die höchsten Feiertage" im Rheinland hinter Gittern zu verbringen.

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