Deutlich weniger Einsätze in der Freinacht

München (dpa/lby) - Corona-Auflagen und regnerisch-kaltes Wetter haben in der diesjährigen Freinacht nur wenige Menschen in Bayern auf die Straßen gelockt. Innenminister Joachim Herrmann zog am Freitag in München eine positive Bilanz: Die bayerische Polizei hatte in der Nacht zum 1.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Joachim Herrmann (CSU) trägt einen Mundschutz. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
dpa Joachim Herrmann (CSU) trägt einen Mundschutz. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Corona-Auflagen und regnerisch-kaltes Wetter haben in der diesjährigen Freinacht nur wenige Menschen in Bayern auf die Straßen gelockt. Innenminister Joachim Herrmann zog am Freitag in München eine positive Bilanz: Die bayerische Polizei hatte in der Nacht zum 1. Mai knapp zwei Drittel weniger Einsätze als 2019. Demnach gab es zwischen Donnerstag, 19.00 Uhr, und Freitag, 7.00 Uhr, insgesamt nur 594 Einsätze - im Jahr zuvor waren es rund 1000 mehr.

Die Freinacht vom 30. April zum 1. Mai wird vor allem von Jugendlichen heutzutage häufig für Streiche genutzt, teils kommt es aber auch zu Vandalismus.

"Die Allermeisten haben auch in der Freinacht die Ausgangsbeschränkungen vorbildlich eingehalten", sagte Herrmann laut Mitteilung. Er hatte bereits im Vorfeld zur Zurückhaltung aufgerufen. Unsinn zu verzapfen, sei kein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung, so der Innenminister.

Die Polizei in Unterfranken zählte knapp 50 Einsätze - im Jahr zuvor waren es noch 190, wie die Beamten mitteilten. Größtenteils handelte es sich den Angaben zufolge um Ruhestörungen. "Nur in ganz wenigen Fällen wurden kleinere Gruppen festgestellt, die zusammen feierten."

Auch die Polizei in Schwaben zog eine positive Bilanz: Es habe kaum Anlass zum Einschreiten gegeben, teilten die Beamten in Kempten mit. Im südlichen Schwaben zählten sie in der Nacht auf Freitag 76 Einsätze. Bei etwa zehn Einsätzen besprühten Jugendliche Gegenstände mit Rasierschaum oder versteckten Dinge.

Auch in Oberbayern hielten sich die meisten Menschen an die Ausgangsbeschränkungen. Die Polizei in Ingolstadt zählte rund 50 Einsätze mit Bezug zur Freinacht. In Starnberg besprühten Unbekannte drei Autos und eine Hausfassade mit brauner Farbe. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von rund 15 000 Euro. In Burgheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) versuchte ein Unbekannter, einen in einer Fahrbahn verbauten Kanaldeckel zu entfernen. Die Polizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

In München randalierten zwei 19-Jährige im Außenbereich eines Restaurants. Polizeiangaben zufolge schlugen sie ein Fenster ein, versprühten den Inhalt eines Feuerlöschers auf der Freifläche und beschädigten die Beleuchtung. Der Besitzer bemerkte die Randale und rief die Polizei. Die beiden Jugendlichen wurden vor Ort festgenommen. Sie wurden wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren