Der Gala-Check: Wie gut ist Timmy Simons?

Der lauffreudige und zweikampfstarke Belgier hat das Zeug dazu, den unvergessenen Führungsspieler und Pokalsieger beim Club sportlich zu beerben
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Ballsicher, zweikampfstark und enorm lauffreudig: Der Belgier Timmy Simons.
Wolfgang Zink Ballsicher, zweikampfstark und enorm lauffreudig: Der Belgier Timmy Simons.

Der lauffreudige und zweikampfstarke Belgier hat das Zeug dazu, den unvergessenen Führungsspieler und Pokalsieger beim Club sportlich zu beerben

NÜRNBERG Wehmütig denkt der eine oder andere Club-Fan an die Zeit zurück, als Tomas Galasek zum 1. FCN kam. „Galaktisch! Der Club holt Galasek“, titelte die AZ im Juli 2006 als Trainer Hans Meyer den damals 33-jährigen Mittelfeldstrategen von Ajax Amsterdam nach Nürnberg gelockt hatte. Und mit Galasek kam der Erfolg zum Club. Die Krönung war sicherlich der Pokalsieg 2007. Aber mit Galasek, der zudem auf 69 Länderspiele für Tschechien kam, schaffte der Club auch den Sprung auf die europäische Fußballbühne – eigentlich unvorstellbar für einen Verein, der zuvor in schöner Regelmäßigkeit zwischen Erster und Zweiter Liga gependelt war.

Simons kommt Galasek schon ziemlich nahe

Allerdings konnte auch Galasek letztlich den erneuten Abstieg 2008, verschuldet durch eine miserable Personalpolitik des Vereins, nicht verhindern. Ungeachtet dessen wird jeder „Sechser“, also der Spielgestalter im defensiven Mittelfeld, seitdem – ob er nun will oder nicht – mit dem Tschechen verglichen. Und wie die AZ beim großen „Gala-Check“ herausfand, kommt von den zahlreichen Kandidaten, die sich seitdem auf dieser Position versuchen durften, der 33-jährige Timmy Simons Galasek schon ziemlich nahe.

Club-Trainer Dieter Hecking darf sich also bei seiner vorab getätigten Einschätzung, „hoffen wir mal, dass Timmy so einschlägt wie Galasek damals“, mittlerweile bestätigt fühlen. Denn bei einem Vergleich – so weit dies überhaupt möglich ist – der beiden Abräumer, schneidet der hagere Belgier in den Kern-Bereichen Zweikampfwerte, Fouls oder Passspiel kaum schlechter ab als der Edeltechniker Galasek. Teilweise sogar besser.

Deutlich geringere Fehlpass-Quote

So weist Simons nach seinen ersten acht Ligaspielen für den Club bei seinen Zuspielen (siehe unten) die deutlich geringere Fehlerquote auf als Galasek zu Beginn seiner Premieren-Saison 2006/2007. Was natürlich auch damit zusammenhängt, dass Galasek weitaus offensiver zu Werke ging als Simons, also auch mehr Risikiopässe in seine Aktionen einstreute.

Was beide in jedem Fall gemeinsam haben, ist ihr Auftreten. Auf und neben dem Platz. Ruhig, bescheiden, unauffällig – aber für das Club-Spiel eben unverzichtbar. Oder wie Kollege Per Nilsson sagt: „Timmy ist ein unglaublich wichtiger Spieler für die Mannschaft, den man aber nie so sieht.“

Will heißen, Simons ist für Hecking längst das, was der Pokalsieger einst für Ex-Trainer Hans Meyer war. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Der unverzichtbare Stratege, bei dem vor der Abwehr alle Fäden zusammenlaufen. Und eben der Typ Spieler, der dank seiner großen Erfahrung, wie Hecking betont, „eine Mannschaft führen kann.“ Schön für den Club, dass endlich wieder so ein „Typ“ an Bord ist. ERG, KK, MaC

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