Daniel Föst ist jetzt der Bayern-FDP-Chef

Die Spitze der Liberalen in Bayern stellt sich neu auf. Was der FDP-Landeschef Daniel Föst von der Partei fordert.
| AZ, dpa
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Vorgänger Albert Duin hat eine Gelbe Krawatte für den neuen Landesvorsitzenden der FDP in Bayern, Daniel Föst.
Armin Weigel/dpa Vorgänger Albert Duin hat eine Gelbe Krawatte für den neuen Landesvorsitzenden der FDP in Bayern, Daniel Föst.

Amberg – Die Spitze der Bayern-FDP stellt sich neu auf. Beim Parteitag in Amberg ist Daniel Föst zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Damit folgt er auf Albert Duin, der sich künftig auf seine Wunschrolle als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018 konzentrieren will. Föst war bisher Generalsekretär der bayerischen Liberalen. Zu seinem Nachfolger wurde Norbert Hoffmann aus Landshut gewählt.

In seiner Rede mahnte Föst die rund 400 Delegierten, sich nicht auf dem jüngsten Wahlerfolg der FDP auszuruhen. Bei der Bundestagswahl war die Partei in Bayern auf 10,2 Prozent gekommen. "Wer sich zurücklehnt, entflammt ein Strohfeuer", sagte der 41-Jährige. Nun gelte es, die Bayern-FDP bei der Landtagswahl 2018 zur festen Kraft im Freistaat zu machen. Bei der letzten Wahl 2013 war die Partei nach fünf Jahren Parlamentspräsenz mit 3,3 Prozent aus dem Landtag geflogen.

Mit Blick auf die Jamaika-Sondierungsgespräche warnte Föst vor einem Profilverlust seiner Partei. Die FDP habe zwar keine Angst vor der Regierungsverantwortung, übernehme sie aber nicht um jeden Preis. Wenn die Partei ihre Ziele nicht umsetzen könne, "dann gehen wir in die Opposition", erklärte Föst. "Und wenn es keine Regierung gibt, dann gibt es eben Neuwahlen - davor haben wir auch keine Angst."

Sein Vorgänger Duin war nach Medienberichten parteiintern wegen seines Kommunikationsstils in die Kritik geraten. Föst kündigte an, die Partei zu modernisieren und die Basis stärker in Entscheidungen einbinden zu wollen. Über eine mögliche Spitzenkandidatur Duins soll auf einem weiteren Parteitag im Frühjahr 2018 entschieden werden.

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