Cyberkriminelle und Enkeltrickbetrüger nutzen Epidemie aus

München (dpa/lby) - Die Coronavirus-Pandemie hat nach Angaben des Innenministeriums einen Anstieg der Internetkriminalität zur Folge. "Die Kriminellen nutzen das Informationsbedürfnis der Bevölkerung schamlos aus, um daraus Profit zu schlagen", warnte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München.
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Ein Mann benutzt die Tastatur eines Notebooks. Foto: Silas Stein/dpa/Illustration
dpa Ein Mann benutzt die Tastatur eines Notebooks. Foto: Silas Stein/dpa/Illustration

München (dpa/lby) - Die Coronavirus-Pandemie hat nach Angaben des Innenministeriums einen Anstieg der Internetkriminalität zur Folge. "Die Kriminellen nutzen das Informationsbedürfnis der Bevölkerung schamlos aus, um daraus Profit zu schlagen", warnte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München. Die Täter verschickten gefälschte E-Mails mit potenziell schädlichen Anhängen in den Formaten .docx oder .exe. Sie stammten angeblich von den Gesundheitsämtern oder der Weltgesundheitsorganisation WHO oder machten Werbung für Atemschutzmasken. Beim Anklicken würden Daten ausgespäht oder der Computer werde verschlüsselt. Hermanns Rat: "Auch in Zeiten von Corona gilt: Öffnen Sie keine Anhänge von unbekannten Absendern und seien Sie misstrauisch."

Erst am Dienstag war eine neue Masche des so genannten Enkeltricks bekannt geworden, die ebenfalls mit der Angst vor dem Corona-Virus ausnutzt. "Kriminelle geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und Geld für die Behandlung benötigen", erläuterte Herrmann. Die Opfer sollten das Geld vor die Haustüre legen, wo ein Bote es dann abhole. Der Minister warnte davor, am Telefon Informationen über Verwandtschaftsverhältnisse preiszugeben. Zudem solle man niemals Unbekannten Geld oder Wertsachen geben. "Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110", so Herrmanns Rat.

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