CSU sieht Interessen der Landbevölkerung vernachlässigt

Nach den Bauernprotesten in Berlin hat der CSU-Politiker Georg Nüßlein ein stärkeres Augenmerk auf den ländlichen Raum bei politischen Entscheidungen gefordert. "Der ländliche Raum, in dem 70 Prozent unserer Bürger leben, kommt politisch viel zu kurz", sagte der Unions-Fraktionsvize im Bundestag der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch).
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Georg Nüßlein (CDU/CSU) spricht im Deutschen Bundestages. Foto: Jörg Carstensen/dpa
dpa Georg Nüßlein (CDU/CSU) spricht im Deutschen Bundestages. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Augsburg - Nach den Bauernprotesten in Berlin hat der CSU-Politiker Georg Nüßlein ein stärkeres Augenmerk auf den ländlichen Raum bei politischen Entscheidungen gefordert. "Der ländliche Raum, in dem 70 Prozent unserer Bürger leben, kommt politisch viel zu kurz", sagte der Unions-Fraktionsvize im Bundestag der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). Nüsslein warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft. Der Konflikt zwischen Stadt und Land verschärfe sich.

"Wir brauchen dringend eine Allianz Landbevölkerung." Damit sei kein neuer Verband gemeint, sondern ein parteiunabhängiger Zusammenhalt der Landbevölkerung bei ländlichen Interessen, sagte der CSU-Politiker. Bedingung sei ein "angemessener Stolz auf die ländliche Region, wie man ihn aus Bayern kennt".

In der Berliner Politik werde zu oft "durch die Stadtbrille" geschaut, kritisierte der CSU-Politiker aus dem bayerischen Schwaben. "Die eigentümliche Haltung gegenüber unseren Landwirten, die nicht zuerst als Lebensmittelproduzenten, sondern von vielen als Umwelt- und Tiergegner diskreditiert werden, ist nur ein Beispiel", sagte er. Auch bei der Breitband- und Mobilfunkversorgung werde die Landbevölkerung benachteiligt.

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