CSU nominiert Eva Weber als OB-Kandidatin in Augsburg

Nach 12 Jahren bekommt Bayerns drittgrößte Stadt 2020 auf jeden Fall einen neuen Rathauschef - oder eine Chefin. Denn Augsburgs OB Gribl hört auf. Die CSU will weiterhin den Spitzenposten besetzen und hat mit der Nominierung von Bürgermeisterin Weber den Wahlkampf eröffnet.
| dpa
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Eva Weber. Foto: Stefan Puchner/Archivbild
dpa Eva Weber. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Augsburg (dpa/lby) - Die Augsburger Bürgermeisterin Eva Weber ist von der CSU zur Oberbürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2020 gewählt worden. Bei der Delegiertenversammlung erhielt die 41-Jährige am Montagabend 97 Prozent der Stimmen. Weber hatte keinen Gegenkandidaten.

CSU-Amtsinhaber Kurt Gribl hatte überraschend angekündigt, nach zwei Wahlperioden bei der Wahl am 15. März in Bayerns drittgrößter Stadt nicht mehr antreten zu wollen. In den vergangenen Jahrzehnten wechselten sich in Augsburg Vertreter von CSU und SPD als Rathauschefs ab. Die Sozialdemokraten wollen den städtischen Ordnungsreferenten Dirk Wurm aufstellen, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde. Er muss aber noch von der Parteibasis bestätigt werden.

Gemessen an den jüngsten Europawahlen dürften auch die Grünen gute Chancen haben. Am Sonntag wählte jeder vierte Augsburger die Partei, die mit großem Abstand zur zweitstärksten Kraft wurde. Die Grünen befinden sich derzeit aber noch in einem Auswahlverfahren. Zwei Frauen und ein Mann bewerben sich als OB-Kandidaten der Grünen, die Mitglieder sollen am 26. Juni den Spitzenkandidaten bestimmen. CSU, SPD und Grüne bilden derzeit in der knapp 300 000 Einwohner großen Stadt die Rathauskoalition.

"Die Wahl ist kein Selbstläufer", warnte Amtsinhaber Gribl seine Parteifreunde. Er empfahl seine bisherige Stellvertreterin Weber, weil sie als Finanzreferentin bisher viele Projekte ermöglicht habe. Zudem komme sie als zweite Bürgermeisterin bei den Bürgern gut an. Weber selbst versprach: "Ich werde keine Sonntagsreden halten, ich werde liefern."

Die 41-Jährige ist die Tochter des ehemaligen Allgäuer Landtagsabgeordneten Alfons Zeller. Der CSU-Politiker war früher Wirtschafts- und Finanz-Staatssekretär in Bayern.

Bei der Wahl werden voraussichtlich noch weitere Parteien und Gruppierungen OB-Bewerber ins Rennen schicken. Es wird erwartet, dass letztlich etwa zehn bis zwölf Kandidaten auf den Wahlzetteln stehen. Oftmals wurden in der Vergangenheit die Augsburger Oberbürgermeister erst in der Stichwahl bestimmt.

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