CSU macht Weg für schwarz-grüne Koalition in Augsburg frei

Augsburg (dpa/lby) - Die CSU hat einen Monat nach der Kommunalwahl den Weg für eine künftige schwarz-grüne Stadtregierung in Augsburg frei gemacht. Wie der Bezirksvorsitzende Volker Ullrich mitteilte, habe der Augsburger CSU-Vorstand in einer Videokonferenz am Mittwoch den Koalitionsvertrag mit den Grünen einstimmig gebilligt.
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Volker Ullrich (CSU) spricht. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild
dpa Volker Ullrich (CSU) spricht. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

Augsburg (dpa/lby) - Die CSU hat einen Monat nach der Kommunalwahl den Weg für eine künftige schwarz-grüne Stadtregierung in Augsburg frei gemacht. Wie der Bezirksvorsitzende Volker Ullrich mitteilte, habe der Augsburger CSU-Vorstand in einer Videokonferenz am Mittwoch den Koalitionsvertrag mit den Grünen einstimmig gebilligt. Die Grünen wollen sich nun noch mit einer Mitgliederbefragung die Zustimmung ihrer Basis holen.

In den vergangenen sechs Jahren hatte es in Augsburg eine schwarz-rot-grüne Koalition gegeben. Bei der Wahl Mitte März musste die SPD aber schwere Verluste hinnehmen und stürzte auf 14,3 Prozent ab, während die Grünen mit 23,4 Prozent zweitstärkste Kraft nach den Christsozialen wurden. Das schwarz-grüne Bündnis verfügt deswegen nun über 34 der 60 Sitze im Rat von Bayerns drittgrößter Stadt.

Unklar ist noch die genaue Besetzung der künftigen Referentenposten, wenn die Grünen-Basis der Koalition zustimmt. Sozialbürgermeister Stefan Kiefer (SPD) und sein Parteifreund, Ordnungsreferent Dirk Wurm, dürften dann ihre Posten verlieren, weil die Sozialdemokraten die Stadtregierung verlassen müssen. Wie die "Augsburger Allgemeine" am Donnerstag berichtete, soll auch der CSU-nahe Kulturreferent Thomas Weitzel gehen.

Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl hatte sich die CSU-Kandidatin Eva Weber gegen den SPD-Bewerber Wurm durchgesetzt. Erstmals in der mehr als 2000-jährigen Geschichte Augsburgs steht damit künftig eine Frau an der Spitze der Stadt. Der derzeit noch amtierende Rathauschef Kurt Gribl (CSU) war nach zwei Amtszeiten nicht mehr angetreten.

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