CSU-Abgeordnete wird Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz

Die CSU-Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig wird überraschend Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. "Wir holen bewusst bildungspolitische Erfahrung aus einem der erfolgreichsten Bildungssysteme Deutschlands nach Rheinland-Pfalz", sagte der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) bei der Vorstellung der 58-Jährigen in Mainz. Eiling-Hütig sprach von einer "Ehre". "Wir müssen eine Situation schaffen, in der Kinder und Jugendliche mit einem guten Abschluss ins Leben starten können", beschrieb die CSU-Politikerin ihre "absolute Prämisse" in der Bildungspolitik.
Eiling-Hütig ist promovierte Althistorikerin und saß seit 2013 für die CSU im Landtag in München. Aktuell ist sie Landesvorsitzende des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport der CSU und Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag. Neben ihrer parlamentarischen Tätigkeit ist die Abgeordnete, die in Nordrhein-Westfalen geboren wurde und heute im Landkreis Starnberg lebt, unter anderem Präsidentin des Bayerischen Volkshochschulverbandes und Vorsitzende des Bayerischen Bibliotheksverbandes.
Söder gratuliert
Ihre Berufung als Ministerin nach Rheinland-Pfalz wurde in der CSU mit einiger Überraschung aufgenommen. Zwar ist Eiling-Hütig auch qua Amt eine der CSU-Bildungsexpertinnen und -experten. Bei Spekulationen über Kabinettsbesetzungen in Bayern hatte ihr Name – auch weil das Bildungsministerium mittlerweile seit 2018 in der Hand der Freien Wähler ist – in den vergangenen Jahren aber bislang keine Rolle gespielt.
Ministerpräsidentin Markus Söder (CSU) gratulierte Eiling-Hütig. Er schrieb auf X: "Freue mich sehr für sie. Rheinland-Pfalz bekommt eine sehr kompetente Bildungspolitikerin an der Spitze des Ministeriums. Das ist auch ein Zeichen, dass die gute bayerische Bildungspolitik deutschlandweit beachtet wird." Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) gratulierte Eiling-Hütig ebenfalls: "Für Bayern ein Verlust, für Rheinland-Pfalz ein Gewinn", sagte sie.
Es ist nicht das erste Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass Politiker aus Bayern außerhalb der Freistaats-Grenzen Karriere machen. Die frühere Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper beispielsweise wechselte aus Bayern einst nach Baden-Württemberg. Zuletzt war sie dort Kultusministerin, in der neuen grün-schwarzen Regierung wird sie Wohnungsbauministerin.