Cramer-Klett-Straße: Riesen-Zoff im Rathaus!

OB Ulrich Maly sprach ein Machtwort: Umstrittener Gegenverkehr kommt nicht. Die Anwohner werden nun wohl für die Neugestaltung zur Kasse gebeten.
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Die Einmündung der Inneren Cramer-Klett-Straße auf den Altstadtring: An der Ampel staut sich der Verkehr. Die neuen Pläne sehen vor, dass hier fünf Abbiegespuren gebaut werden. Die Straße dahinter bleibt aber einspurig.
Berny Meyer 3 Die Einmündung der Inneren Cramer-Klett-Straße auf den Altstadtring: An der Ampel staut sich der Verkehr. Die neuen Pläne sehen vor, dass hier fünf Abbiegespuren gebaut werden. Die Straße dahinter bleibt aber einspurig.
OB Ulrich Maly (SPD) stoppte die Pläne, in der Cramer-Klett-Straße Gegenverkehr einzuführen. Die derzeit dreispurige Strecke wird aber künftig nur noch einspurig sein.
bayernpress 3 OB Ulrich Maly (SPD) stoppte die Pläne, in der Cramer-Klett-Straße Gegenverkehr einzuführen. Die derzeit dreispurige Strecke wird aber künftig nur noch einspurig sein.
Kritisierte die „ideologische“ Verkehrspolitik von Rot-Grün: Doch CSU-Stadtrat Konrad Schuh konnte die durchgängige Verengung der Straße nicht verhindern.
bayernpress 3 Kritisierte die „ideologische“ Verkehrspolitik von Rot-Grün: Doch CSU-Stadtrat Konrad Schuh konnte die durchgängige Verengung der Straße nicht verhindern.

OB Ulrich Maly sprach ein Machtwort: Umstrittener Gegenverkehr kommt nicht. Die Anwohner werden nun wohl für die Neugestaltung zur Kasse gebeten.

NÜRNBERG Der OB hat im Vorfeld der gestrigen Stadtrats-Sitzung ein Machtwort gesprochen. Der Gegenverkehr in der Inneren Cramer-Klett-Straße und der Beckschlagergasse wird nicht kommen! Ulrich Maly (SPD) kassierte die umstrittene Verkehrsregelung, für die sich die Genossen im Verkehrsausschuss noch stark gemacht haben.

In der Altstadt-SPD gibt es jedoch starke Stimmen, die die Neuregelung ablehnen. Die CSU konnte die Notbremsung nicht in einen politischen Erfolg ummünzen. Sie scheiterte mit ihrem Antrag, die durchgängige Verengung der Straße auf eine Spur zu verhindern.

Eines war nach der turbulenten Sitzung klar: Die Strecke wird weiter Tempo-30-Zone bleiben. So wie es die Polizei fordert, und deren Durchsetzung die Regierung von Mittelfranken der Stadt Nürnberg zur Auflage gemacht hat. Zudem müssen sich die Anwohner darauf gefasst machen, dass ein Teil der Ausbau-Kosten auf sie umgelegt wird.

Darauf machte Baureferent Wolfgang Baumann (parteilos) aufmerksam, der die Pläne aus seinem Referat verteidigte. Mit der Abmarkierung einer Spur für den Gegenverkehr (1000 Autos am Tag) und zwei Verkehrsinseln hätten die 11000 Autos, die pro Tag stadtauswärts fahren, wirkungsvoll und billig (geschätzte Kosten: 70000 Euro) gebremst werden können. „Alle anderen Vorschläge werden dazu führen, dass die Anwohner bezahlen müssen.“

Breite Gehsteige, Platz für mehr Grün und ein Weg für die Radfahrer

Das ist auch dem CSU-Verkehrspolitiker Konrad Schuh klar. Dennoch nannte er die Pläne „einen Rückfall in die verkehrspolitische Steinzeit“, der von Rot-Grün im Stadtrat ideologisch so gewollt sei. Die Ausfahrt aus der Sebalder Altstadt werde zur ärgerlichen Staufalle. „Aber wenn wir hier etwas anderes bauen und das Umfeld verbessern, dann kommen wir nicht daran vorbei, dass die Anwohner dafür bezahlen müssen. Trotzdem sollten wir diese Chance nutzen“, so Schuh zur AZ.

Fraktions-Chef Michael Frieser erläuterte den CSU-Plan: eine Bus-Spur, ein neuer Radweg und ausreichend Platz für die Autos, damit sie dem Bus und Zweiter-Reihe-Parkern ausweichen können. Die Tempo-30-Regelung in der gesamten Innenstadt soll beibehalten werden.

Rechtliches Problem dabei: „Tempo 30 geht nur einspurig“, bremste Maly die CSU aus. Deshalb auch die Mahnung der Rechtsaufsicht aus Ansbach. Was jedoch in der Beckschlagergasse kein Problem sei. „Denn die Autos kommen schon einspurig vom Laufer Schlagturm her.“ Staugefährlich seien dagegen die Ampeln zum Altstadtring. „Hier müssen wir rechtzeitig Platz für Abbiegespuren schaffen.“ Fünf sind hier geplant.

Entlang der Gasse kann sich Maly Bäume, Grünflächen und breite Gehsteige vorstellen, die von Gaststätten und Café genutzt werden könnten.

Schöne Ideen. Die Verkehrsplaner haben nun einige Monate Zeit, sie in konkrete Vorschläge umzusetzen. mir

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