Corona-Krise: Ärger über Söder bei Genossenschaftsbanken

München (dpa/lby) - In der Corona-Krise ärgern sich Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken über die Rufe der Politik nach unbürokratischer Kreditvergabe. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) äußerte am Mittwoch "Unverständnis" über Ministerpräsident Markus Söder (CSU), nachdem zuvor bereits Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) von GVB-Chef Jürgen Gros kritisiert worden war.
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa /dpa
dpa Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Peter Kneffel/dpa /dpa

München (dpa/lby) - In der Corona-Krise ärgern sich Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken über die Rufe der Politik nach unbürokratischer Kreditvergabe. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) äußerte am Mittwoch "Unverständnis" über Ministerpräsident Markus Söder (CSU), nachdem zuvor bereits Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) von GVB-Chef Jürgen Gros kritisiert worden war. Der Anlass sind die politischen Forderungen nach unbürokratischer Kreditvergabe, obwohl die Politik die bürokratischen Anforderungen an die Banken in den vergangenen Jahren verschärft hat.

Konkret geht es um staatlich geförderte Kredite, die bedrohte Unternehmen vor der Pleite retten sollen. "Fakt ist, dass es die Vorgaben der Förderbanken KfW und LfA sowie die des Aufsichtsrechts sind, die eine Kreditbearbeitung verkomplizieren und verzögern", sagte Gros in München. "Die genossenschaftlichen Hausbanken blockieren nicht, sondern tun alles, um Kredite schnellstmöglich zu bearbeiten", sagte er.

Gros lud Söder ein, sich selbst bei einem Informationsbesuch ein Bild der Vorschriften zu machen. "Wenn der bayerische Ministerpräsident eine unbürokratische Behandlung von Kreditanfragen fordert, muss er unbürokratisch für Erleichterungen in den Anforderungen der Förderbanken und des Aufsichtsrechts sorgen." Der GVB vertritt knapp 230 Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern.

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