"Club-DNA im Herzen": FCN präsentiert neuen Sportvorstand

Dieter Frey ist neuer Sportvorstand des 1. FC Nürnberg. Die Suche nach einem Nachfolger von Joti Chatzialexiou wurde auch deshalb schnell beendet, weil der FCN in den eigenen Reihen fündig wurde.
dpa |
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Dieter Frey freut sich auf seinen neuen Job.
Dieter Frey freut sich auf seinen neuen Job. © Daniel Löb/dpa
Nürnberg

Am Ende ging alles sehr schnell: Der 1. FC Nürnberg legt seine sportlichen Geschicke ab sofort in die Hände von Club-Urgestein Dieter Frey. Wenige Tage nach dem bekanntgewordenen Wechsel vom bisherigen Sportvorstand Joti Chatzialexiou zu Eintracht Frankfurt beförderte der Fußball-Zweitligist den 54-Jährigen aus den eigenen Reihen zu seinem Nachfolger. "Es hat sich früh herausgestellt in den Gesprächen, dass Dieter einen hervorragenden Eindruck hinterlässt", sagte Aufsichtsratschef Peter Meier. Frey trage "die Club-DNA im Herzen". 

Dies trifft tatsächlich auf kaum einen FCN-Verantwortlichen so sehr zu wie auf Frey. Der Ex-Profi hatte von 2001 bis 2004 zunächst für die Franken gespielt und blieb dem Club vor allem durch Arbeit im Nachwuchsbereich auch danach immer verbunden. Seit 2024 arbeitete Frey hauptamtlich als Sportlicher Leiter für den FCN und stieg Anfang 2026 zum Direktor auf. Vor der erneuten Beförderung jetzt bat er allerdings um Bedenkzeit. "Ich musste schon überlegen", sagte Frey, der sich nie in den Vordergrund gedrängt hat. Geholfen habe ihm, dass er schnell die Rückendeckung im Verein gespürt habe.

Klose sprach sich für Frey aus

So hat sich etwa Trainer Miroslav Klose für Frey als Nachfolger von Chatzialexiou ausgesprochen. "Unter anderem der Miro hat uns eine sehr positive Rückmeldung gegeben und hat es begrüßt, dass der Dieter hier das Amt übernimmt", bestätigte Aufsichtsratschef Meier, der zudem davon sprach, dass mehrere Kandidaten im Rennen waren. So habe es etwa auch viele Bewerbungen gegeben, was der Club unter anderem auf die starke Vorarbeit von Vorgänger Chatzialexiou zurückführt.

"Der Joti hat uns eine Ambition eingehaucht. Wir laufen wieder aufrechter", sagte Freys Vorstandskollege Niels Rossow. "Er kann hier erhobenen Hauptes gehen, auch wenn wir es bedauern, dass er zu dem Zeitpunkt jetzt geht." Wann genau Chatzialexiou bei der Eintracht anfängt, ist weiter unklar. Man sei in Gesprächen und werde das Thema lösen, sagte Meier. Bis dahin wird Frey bei der Einarbeitung auch auf die Erfahrung seines Vorgängers setzen.

Frey setzt auf Fundament seines Vorgängers

"Joti und ich hatten immer einen sehr engen Austausch. Joti hat mir sehr offen signalisiert, dass er mir zur Verfügung steht, wenn ich Fragen habe", bestätigte der Familienvater. "Dieses Angebot nehme ich sehr, sehr gerne wahr." Ohnehin möchte der neue Sportvorstand auf dem stabilen Fundament seines Vorgängers aufbauen. Auch aufgrund der von Chatzialexiou zu verantwortenden cleveren Kaderpolitik hat sich der FCN zu einem Spitzenteam in der 2. Liga entwickelt und steht nach zehn Spieltagen auf Rang zwei. 

"Wir haben eine intakte Mannschaft, die funktioniert. Wir spielen schönen Fußball", fasste Frey die Situation zusammen. Zum ersten Mal in erster Reihe wird er dann am Samstag stehen, wenn die Franken den SV Darmstadt zum letzten Spiel vor der anstehenden Länderspielpause empfangen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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