Christian Stückl erhält Abraham-Geiger-Preis

München (dpa/lby) - Der Spielleiter der Passionsspiele in Oberammergau, Christian Stückl, erhält heute in München den Abraham-Geiger-Preis. Die Laudatio halten soll die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.
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Christian Stückl. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild
dpa Christian Stückl. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Der Spielleiter der Passionsspiele in Oberammergau, Christian Stückl, erhält heute in München den Abraham-Geiger-Preis. Die Laudatio halten soll die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis würdigt Personen, die sich für Offenheit, Mut, Toleranz und Gedankenfreiheit einsetzen.

Stückl habe die international bekannten Passionsspiele von Oberammergau erneuert - weg von christlichem Judenhass hin zu einer ausgewogenen Darstellung innerjüdischer Konflikte, erläuterte das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam. "Wir denken, dass Sie einer wichtigen Botschaft Gewicht verliehen haben: dass wir in unserem Land gegen Rassismus und Antisemitismus eintreten müssen, um eine pluralistische Gesellschaft zu sichern", hieß es in der Juryentscheidung.

Rabbi Abraham Geiger (1810–1874) ebnete als Gelehrter im 19. Jahrhundert den Weg für das liberale Judentum. Zu den bisherigen Preisträgern zählen der israelische Schriftsteller Amos Oz, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der Theologe Hans Küng, Karl Kardinal Lehmann und der Politikwissenschaftler Alfred Grosser.

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