Bundespräsident wandert und lobt den Alpenverein

Bundespräsident Steinmeier schnürte die Bergschuhe: Mit Vertretern des Alpenvereins marschierte er auf eine Hütte und informierte sich über aktuelle Entwicklungen - eine ganz besondere Art der Gratulation zum 150. Geburtstag des DAV.
| dpa
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wandert mit Vertretern des Deutschen Alpenvereins. Foto: Peter Kneffel
dpa Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wandert mit Vertretern des Deutschen Alpenvereins. Foto: Peter Kneffel

Spitzingsee - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Verdienste des Deutschen Alpenvereins (DAV) für den Umweltschutz gewürdigt. Der DAV kümmere sich nicht nur um Wandern und Bergsport, sondern auch um den Naturschutz in Deutschland und den benachbarten Ländern, lobte Steinmeier am Freitag bei einer Wanderung im oberbayerischen Spitzingseegebiet zum 150-jährigen Bestehen des weltgrößten Bergsportverbandes.

"Bestes Wetter, ich freue mich", sagte Steinmeier, der DAV-Mitglied in der Sektion Berlin ist und neben Wanderungen auch anspruchsvolle Gletschertouren unternimmt. Seit mehr als 20 Jahren gehe er regelmäßig mindestens einmal im Jahr in die Alpen. Ein paar Bergschuhe und ein Berg - das reiche für eine schöne Naturerfahrung.

Zünftig ausgestattet mit blauer Sportjacke und rotem Rucksack erreichte er mit der Gruppe nach knapp zwei Stunden die Schönfeldhütte. Dort kam Steinmeier mit Ehrenamtlichen des DAV, aber auch mit Spitzensportlern ins Gespräch - unter ihnen der Spitzenkletterer Alexander Megos, der sich derzeit auf eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio vorbereitet, und mit der Profibergsteigerin Maria Pilarski, ehemals Mitglied des Frauen-Expeditionskaders.

Das Aufgabenspektrum des DAV sei unheimlich gewachsen, sagte Steinmeier. Der Verband bringe nicht zuletzt junge Menschen an den Bergsport. "Es geht nicht nur um Wandern und Bergsport, es geht auch um die Bewahrung der Natur." Hier spiele der DAV zusammen mit den Partnerverbänden ein große Rolle.

Kurz vor der Europawahl ging es bei dem Gespräch mit Alpenvereinsfunktionären auch um europäische Kooperationen im Umweltschutz. Das Staatsoberhaupt habe viel Interesse für die Themen des DAV mitgebracht, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. Bei Themen wie Klimawandel, Gletscherrückgang und CO2-Emissionen sei man sich weitgehend einig in der Einschätzung der Lage. "Da muss gehandelt werden."

In einer länderübergreifenden Kampagne #unserealpen setzt sich der DAV zusammen mit den Alpenvereinen Österreichs und Südtirols für einen Erhalt des Natur- und Kulturraums Alpen ein. Die Verbände fordern eine sanften Tourismus sowie verbindliche Grenzen beim Ausbau von Skigebieten, Verkehrswegen und anderen Erschließungsmaßnahmen.

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