BMW startet Serienproduktion im Batteriewerk in Niederbayern

Weil die Nachfrage hoch ist, soll die Produktion dort schneller als geplant hochgefahren werden.
von  dpa
Im neuen BMW-Batteriewerk sollen pro Tag mehrere hundert Hochvoltspeicher entstehen. Jeder von ihnen hat fast 1.000 Zellen.
Im neuen BMW-Batteriewerk sollen pro Tag mehrere hundert Hochvoltspeicher entstehen. Jeder von ihnen hat fast 1.000 Zellen. © Lukas Barth-Tuttas/dpa

BMW hat in seinem neuen Batteriewerk in Niederbayern die Serienproduktion gestartet. Von dort sollen die deutschen Werke des Konzerns mit Batterien der neuesten, sechsten Generation versorgt werden. Zunächst geht es dabei um den i3, der in München gebaut wird. Weil die Nachfrage nach dem Auto hoch ist, soll auch der Hochlauf im Batteriewerk Irlbach-Straßkirchen - benannt nach den beiden Gemeinden, in denen es liegt - schneller als ursprünglich hochgefahren werden. 

Das Werk, in das BMW rund eine Milliarde Euro gesteckt hat, wurde - vom Baubeginn bis zum Start der Vorserienproduktion im März - in weniger als zwei Jahren errichtet. Vorangegangen war ein von Kritikern angestoßener Bürgerentscheid, der aber klar zugunsten des Werks ausgegangen war, das in der Region viele Arbeitsplätze sichert. 

Rund 1.000 Menschen und 500 Roboter

Derzeit sind im Werk etwa 1.000 Menschen tätig, diese Zahl soll auf 1.600 steigen. Viele neue Arbeitsplätze sind im Werk allerdings nicht entstanden. Die meisten Mitarbeiter kommen aus anderen Werken in der Nähe - viele waren dort bereits in der Fertigung der fünften Batteriegeneration tätig. Im Vollbetrieb soll das Werk mehrere hundert Batterien am Tag fertigen. Dazu sind auch rund 500 Roboter im Einsatz. 

Die Batterien der sechsten Generation sind laut BMW ein Technologiesprung im Vergleich zu ihren Vorgängern. So springt die Kapazität von 75 auf 108 Kilowattstunden. Zudem haben sie deutlich kürzere Ladezeiten. 

Zum Start kam auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der die Produktion zusammen mit BMW-Produktionsvorstand Raymond Wittmann symbolisch startete. Söder sprach von einem "Freudentag für Niederbayern, Bayern und ganz Deutschland". Die "Mega-Investition von BMW" sei ein starkes Bekenntnis zum Standort - "und der i3 ist eine große Chance im internationalen Wettbewerb."

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lobte den schnellen Aufbau des Werks. "Mit schnellen Genehmigungen und dem schnellen Baustart hat Bayern bewiesen, dass wir Hightech-Qualität im Turbo-Tempo können", sagt er. Die Batterie-Fabrik sei zudem ein "Symbol für den Mut, den wir in Bayern brauchen, um die Transformation der Automobilindustrie aktiv zu gestalten".

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