Betriebsrat bangt um Zukunft der Airbus-Rüstungssparte

Die Arbeitnehmer in der Rüstungssparte von Airbus sorgen sich um ihre Zukunft. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will in den kommenden Wochen über die Nachfolge des Kampfflugzeugs Tornado entscheiden.
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Thomas Pretzl, Betriebsratschef bei Airbus Defence and Space, steht vor dem Kampfflugzeug "Tornado". Foto: Peter Kneffel/dpa
dpa Thomas Pretzl, Betriebsratschef bei Airbus Defence and Space, steht vor dem Kampfflugzeug "Tornado". Foto: Peter Kneffel/dpa

München - Die Arbeitnehmer in der Rüstungssparte von Airbus sorgen sich um ihre Zukunft. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will in den kommenden Wochen über die Nachfolge des Kampfflugzeugs Tornado entscheiden. Betriebsratschef Thomas Pretzl warnt vor einer Entscheidung für die amerikanische F-18 und gegen den Eurofighter: "Mit dem Kauf der F-18 riskiert man die Zukunft der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die technischen Kompetenzen bei uns wären weg. Die USA hätten den Markt für sich."

Laut Airbus arbeiten in Deutschland 25 000 Menschen am Eurofighter, Zulieferbetriebe eingeschlossen. Deutschland und Frankreich haben zwar vereinbart, gemeinsam ein "Luftkampfsystem der Zukunft" (FCAS) mit Kampffliegern, vernetzten Drohnen und Satelliten zu schaffen, das 2040 einsatzfähig sein soll. "Aber wir brauchen die technologische Brücke vom Eurofighter zum FCAS", sagte Pretzl. Wenn FCAS wackele und die Bundesluftwaffe US-Flugzeuge kaufe, "dann war's das".

Das Projekt wird ab Freitag auch Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz sein, auf der Kramp-Karrenbauer, der französische Präsident Emmanuel Macron und US-Außenminister Mike Pompeo erwartet werden.

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