Bayerns Vollzugsbeamte haben massig Überstunden

Ähnlich wie die bayerische Polizei haben auch die Vollzugsbeamten der bayerischen Justiz eine Vielzahl an Überstunden. Die meisten wurden in der JVA Stadelheim angehäuft.
| az/dpa
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München - In der bayerischen Justiz schieben die Vollzugsbeamten einen Berg von fast einer halben Million Überstunden vor sich her.

Stand 30. Juni dieses Jahres waren es ziemlich genau 443.000 Überstunden, wie aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher hervorgeht. Zwar sei die Überstundenzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 15 Prozent gesunken, heißt es in der Mitteilung der SPD vom Mittwoch. Die Zahl sei jedoch nach wie vor deutlich zu hoch, habe auch das Justizministerium eingeräumt.

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"Der Justizvollzug ist eine wichtige Säule der inneren Sicherheit in Bayern. Er ist spürbar uberlastet und die Schmerzgrenze von vielen Beschäftigten ist deutlich uberschritten", sagte Rinderspacher. Die angespannte Situation schlage sich auch im hohen Krankenstand nieder. An den 37 Gefängnissen von Aichach bis Wurzburg fielen im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 44.827 Krankentage an. Das sind im Schnitt zwei Krankenwochen je Bedienstetem.

Die Justizvollzugseinrichtungen mit etwa 4.200 Bediensteten verfügen über etwa 12.600 Haftplätze. Zu den Anstalten mit den meisten Überstunden gehören München und Straubing. Dort wurden insgesamt 15.000 Überstunden angehäuft.

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