Bayern macht es nach Kane-Doppelpack spannend - Davies raus

Eine Woche vor dem Klassiker in Dortmund festigt der FC Bayern die Tabellenführung. Nach der Ehrung für 500 Tore fühlt sich Harry Kane zu weiteren Treffern verpflichtet. Auch defensiv ist er im Fokus.
Christian Kunz und Klaus Bergmann, dpa |
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Harry Kane trifft wieder mehrfach.
Harry Kane trifft wieder mehrfach. © Harry Langer/dpa
München

Nach seinem nächsten Doppelpack führte Harry Kane die Bayern-Stars erleichtert auf die Ehrenrunde. Eine Woche vor dem deutschen Clásico gegen Borussia Dortmund präsentierten sich die Münchner beim unnötig knappen 3:2 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt nur zeitweise in meisterlicher Verfassung. "Das ist Fußball. Letztendlich haben wir die drei Punkte und das ist sehr gut", sagte Trainer Vincent Kompany. "Wir haben trotzdem Charakter gezeigt."

"Wir holen sie zurück ins Spiel"

Dabei hatten die Münchner allerdings mehr Mühe als nötig gewesen wäre - und hätten fast eine 3:0-Führung verspielt. Kane (20./68. Minute) bei seinem dritten Liga-Doppelpack nacheinander und zuvor Fußball-Nationalspieler Aleksandar Pavlovic (16.) münzten die lange währende Münchner Überlegenheit nur unzureichend in Tore um. "Wir hätten es uns leichter machen können nach dem 3:0. Wir holen sie ins Spiel zurück", sagte Sportvorstand Max Eberl. 

Nach seinen Saisontreffern 27 und 28 verursachte Kane im eigenen Strafraum einen Foulelfmeter, den der von ihm am Fuß getroffene Jonathan Burkardt selbst sicher verwandelte (77.). "Das ist ein typisches Stürmer-im-Strafraum-Foul", sagte Kompany. "Danach haben wir das zweite Tor geschenkt." Der ebenfalls eingewechselte Arnaud Kalimuendo sorgte mit dem Anschlusstreffer in der 87. Minute nach einem leichtsinnigen Bayern-Ballverlust für eine spannende Schlussphase.

Davies wieder verletzt

Drei Stunden vor dem Topspiel des BVB bei RB Leipzig festigten die Münchner die Tabellenführung. Die Gäste vergaben die Chance auf mehr Titelspannung in einem über weite Strecken einseitigen Spiel, als Burkardt beim Comeback zwei Minuten nach seiner Einwechselung den Ball an den Pfosten lupfte (62.). "Der tut weh", sagte Burkardt bei Sky. "Wenn man so nah dran ist, hätte man gerne ein Unentschieden mitgenommen."

Bitter für die Bayern: Der in dieser Saison lange nach einem Kreuzbandriss fehlende Kanadier Alphonso Davies musste kurz nach dem Beginn der zweiten Spielhälfte verletzt vom Platz. Von Trainer Vincent Kompany gab es beim Weg in den Arena-Tunnel einen aufmunternden Klaps. "Ich weiß nicht, ob es zwei Wochen sind oder vier, keine Ahnung. Aber vom Gefühl her wird es nicht so lange dauern", sagte der Coach.

Kompany diesmal im "Spielmodus"

Kompany fokussierte sich vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena ganz auf seinen "Spielmodus", nachdem er am Vortag in einem eindrucksvollen Zwölf-Minuten-Statement rund um den mutmaßlichen Rassismus-Fall um Vinícius Júnior "klar die Meinung" kundgetan hatte. 

In seinem Kerngeschäft als Trainer musste der 39 Jahre alte Belgier nur ein Viertelstündchen warten, ehe seine Stars das erste Mal gegen personell stark ersatzgeschwächte Frankfurter jubeln konnten. Eintracht-Keeper Kauã Santos half bei Pavlovics Volleyschuss aus der Distanz allerdings tüchtig mit, als der Brasilianer den haltbaren Ball passieren ließ. Später hielt er mehrmals klasse.

Nachdem Kane vor dem Anpfiff mit einem Blumenstrauß und einer Fotocollage für sein 500. Profitor eine Woche zuvor in Bremen geehrt worden war, schraubte er die imposante Zahl weiter hoch. Nach einer einstudierten Eckball-Variante kam der Ball von Michael Olise über Josip Stanisic zum Engländer, der dankend einköpfte. 

Erste Niederlage für Eintracht-Coach Riera

Mit der 2:0-Führung im Rücken schalteten die Münchner einen Gang zurück und fuhren die Angriffs-Maschine gegen die Frankfurter Not-Abwehr nicht wieder richtig hoch. Kane war es, der die Torhymne mit einem platzierten Distanzschuss wieder erklingen ließ. Dann schlug Frankfurt zweimal zurück - am Ende aber gab es im dritten Spiel doch die erste Niederlage für den neuen Trainer Albert Riera.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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