Bayern hat Klärungsbedarf zu Laschets "Brücken-Lockdown"

Bayern sieht nach dem Vorstoß des nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet für einen "Brücken-Lockdown" noch Klärungsbedarf. "Bayern setzt sich weiter für ein konsequentes Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie ein. Deshalb ist es erfreulich, wenn auch andere Bundesländer auf diesen Kurs einschwenken. Allerdings müsste zunächst mehr Klarheit darüber herrschen, was genau Nordrhein-Westfalen plant", sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. Holetschek ist derzeit auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.
| dpa
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Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege.
Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
München

Der CDU-Vorsitzende hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Die Lage erfordere es, "dass wir noch mal in vielen Bereichen nachlegen", sagte der CDU-Vorsitzende. Er sei sich bei seiner Einschätzung der Lage mit vielen Länderchefs, Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) einig. Am Dienstag präzisierte Laschet, ein solcher "Brücken-Lockdown" sollte "zwei bis drei Wochen" dauern.

Holetschek sagte: "Bei einem Anstieg der Infektionszahlen muss auch über schärfere Maßnahmen beraten werden." Es sei aber sehr wichtig, dass neue Schritte von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert werden. "Deshalb brauchen wir konkrete Konzepte, die mit wissenschaftlichen Daten untermauert sind. Das gilt auch für den Vorstoß aus Nordrhein-Westfalen", sagte Holetschek.

© dpa-infocom, dpa:210406-99-100418/2

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