Aussagen über Zusammenhang NSU und Mordfall Lübcke zu früh

Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, sieht zu möglichen Zusammenhängen zwischen der rechten Terrorgruppe NSU und dem Mordfall Lübcke noch Ermittlungsbedarf. "Es ist zu früh für Aussagen, ob Ähnlichkeiten oder gar Beziehungen im Mordfall Lübcke und dem NSU bestehen.
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Burkhard Körner, Präsident des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Foto: Matthias Balk/Archivbild
dpa Burkhard Körner, Präsident des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Foto: Matthias Balk/Archivbild

München - Der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, sieht zu möglichen Zusammenhängen zwischen der rechten Terrorgruppe NSU und dem Mordfall Lübcke noch Ermittlungsbedarf. "Es ist zu früh für Aussagen, ob Ähnlichkeiten oder gar Beziehungen im Mordfall Lübcke und dem NSU bestehen. Ich denke, wir müssen uns da ganz intensiv auch im Verfassungsschutz-Verbund an der weiteren Aufklärung im Mordfall Lübcke beteiligen", sagte er am Donnerstag im Interview mit dem Radiosender Bayern 2. Die rechtsradikale Szene in Bayern habe sich deutlich verändert. Früher habe es in dem Bereich relativ geschlossene Strukturen gegeben. "Wir stellen zunehmend fest, dass die Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus immer stärker verschwimmen", sagte der Behördenchef.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft stuft den Mord als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein. Die Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) wird für zehn Morde - die meisten Opfer waren Gewerbetreibende mit türkischen oder griechischen Wurzeln - verantwortlich gemacht.

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