Arzt aus Niederbayern muss sechs Jahre ins Gefängnis
Wegen der Abrechnung von nicht geleisteten Hausbesuchen und eines sexuellen Übergriffs auf eine Patientin muss ein Arzt aus Niederbayern sechs Jahre in Haft. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Leipzig hat nun ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth bestätigt. Es seien keine Rechtsfehler zum Nachteil des Mannes erkennbar, teilte der BGH mit.
1,5 Millionen Euro Schaden durch falsche Abrechnungen
Das Landgericht hatte den Mediziner im Februar wegen Betrugs in 13 Fällen und des sexuellen Übergriffs verurteilt. Demnach hatte der Mann bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern von November 2021 bis November 2024 vielfach Leistungen wie Hausbesuche im Notdienst abgerechnet, die er aber nicht erbracht hatte.
Dadurch hatte er einen Schaden von knapp 1,5 Millionen Euro verursacht. Außerdem hatte er im Februar 2021 einer Patientin ohne medizinischen Grund an die Brust gefasst.
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