Arbeiterwohlfahrt fordert Hygienepauschale

München (dpa/lby) - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bayern fordert eine Hygienepauschale für sozial Schwache oder die kostenlose Abgabe von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Der AWO-Landesvorsitzende Thomas Beyer sprach am Donnerstag von einer "gravierenden Lücke" des Corona-Hilfspakets der großen Koalition.
| dpa
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München (dpa/lby) - Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bayern fordert eine Hygienepauschale für sozial Schwache oder die kostenlose Abgabe von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Der AWO-Landesvorsitzende Thomas Beyer sprach am Donnerstag von einer "gravierenden Lücke" des Corona-Hilfspakets der großen Koalition. Zwar werde fast überall vorgeschrieben, Masken zu tragen. "Wovon die über Monate bezahlt werden sollen, das scheint aber niemand zu interessieren." Beyer schlägt deshalb eine "Hygienepauschale" von 100 Euro vor, die als Einmalzahlung etwa an die Bezieher von Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag, Regel-Kurzarbeitergeld oder Rentner bis zu einer gewissen Höhe geleistet werden soll. Alternativ könnten die Produkte auch durch Staat oder Kommunen ausgegeben werden.

Die AWO in Bayern zählt nach eigenen Angaben etwa 60 000 Mitglieder und beschäftigt mehr als 33 000 hauptamtliche Mitarbeiter. In mehr als 1900 Einrichtungen sei die AWO landesweit aktiv bei Sozialarbeit, Erziehung, Bildung und im Gesundheitswesen.

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