Transfer-Poker: Hat der Club vier Asse im Ärmel?

Der Wechsel von Bayer Breno scheint fix, sein Kollege Ottl denkt noch nach, Ex-Bayer Makaay würde gerne kommen und Slowaken-Star Zabavnik ist schon da
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Der Blick ist für ein halbes Jahr auf den Club gerichtet: Bayerns Breno wird von den Bayern ausgeliehen.
dpa Der Blick ist für ein halbes Jahr auf den Club gerichtet: Bayerns Breno wird von den Bayern ausgeliehen.

Der Wechsel von Bayer Breno scheint fix, sein Kollege Ottl denkt noch nach, Ex-Bayer Makaay würde gerne kommen und Slowaken-Star Zabavnik ist schon da

NÜRNBERG Kaum war der letzte Silvester-Kracher verklungen, da donnerte es am Valznerweiher. Die Gerüchteküche war explodiert und hatte vier Böller ausgespuckt, die dem Club das Wunder, den Klassenverbleib, doch noch ermöglichen sollen. Zünden alle vier, hätte die FCN-Mannschaft ein gänzlich neues Gesicht. Die möglichen Anti-Abstiegs-Raketen der Reihe nach.

Bayerns Breno wird an den Club ausgeliehen

Breno (FC Bayern). Der 20-jährige Innenverteidiger wird bis Saisonende an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Danach soll er zurück, der Vertrag bei Bayern läuft bis 2012. Vor zwei Jahren kam Breno, der eigentlich Vinicius Rodrigues Borges heißt, für eine Ablöse von rund 12 Millionen Euro (!) vom FC Sao Paulo, konnte sich aber weder unter Ottmar Hitzfeld, Jürgen Klinsmann oder Louis van Gaal durchsetzen. Obwohl Breno von Präsident Uli Hoeneß beharrlich als „Weltklasse“ eingestuft wurde, kam er an Lucio/Demichelis/van Buyten nicht vorbei und auf insgesamt nur 15 Pflichtspiel-Einsätze. Club-Manager Martin Bader zur Personalie Breno: „Wir sind in Kontakt mit dem FC Bayern, dem Spieler und dessen Berater.“ Andere scheinen da schon wesentlich weiter zu sein. Breno werde bis Saisonende an den Club ausgeliehen, berichtete „kicker online“. Auf „transfermarkt.de.“ wird Breno schon unter 1. FC Nürnberg geführt.

Bader barsch: " Zu Ottl sage ich gar nix"

Andreas Ottl (FC Bayern). Der 24-jährige Münchner (77 Bundesligaspiele für Bayern, dort seit 1996 unter Vertrag), soll laut „kicker“ ebenfalls bis zum Saisonende nach Nürnberg ausgeliehen werden, habe sich aber noch Bedenkzeit erbeten. Bader barsch: „Zu Ottl sage ich gar nix!“ Also kein Dementi. Ottl, ein klassischer Sechser, könnte ein Riesenproblem beim Club lösen, das Loch vor der Abwehr schließen. Andererseits hatte Ottl, der bei Bayern an Mark van Bommel und Anatolij Timoschtschuk nicht vorbei kommt, vor dieser Saison noch erklärt, nicht nach Nürnberg gehen zu wollen. Daher wohl die Bedenkzeit.

Radoslav Zabavnik (ohne Verein): Auf der Position im defensiven Mittelfeld testet der Club allerdings auch den ablösefreien 29-jährigen slowakischen Nationalspieler (41 Länderspiele). Zabavnik, dessen Vertrag beim Zwölften der russischen Liga, Terek Grosny, im Dezember ausgelaufen ist, fliegt mit ins Trainingslager. Bader: „Wir wollen ihn in dieser Woche besser kennen lernen.“ Marek Mintal kennt Zabavnik schon, war sein Zimmergenosse in der gemeinsamen Saison 2002/2003 beim MSK Zilina. „Er ist in der Defensive universell einsetzbar“, sagt Mintal über Zabavnik. Radoslavs Berater Peter Hammer ist sogar überzeugt, „dass Zabavnik dem Club sofort weiterhelfen kann.“ Vom Gehaltsniveau her soll Zabavnik für den Club finanzierbar sein.

Wg. WM: Makaay wäre für Club bereit

Roy Makaay (Feyenoord Rotterdam). Der 34-jährige ehemalige Weltklassestürmer meldete zunächst via AZ sein Interesse an, für den Club spielen zu wollen. Bader dementierte einen Kontakt, nun meldete aber auch die französische Sportzeitung „L'Equipe“, der Holländer, einst Bayerns Top-Knipser von 2003 bis 2007 mit 78 Toren in 129 Bundesliga-Partien, verhandle mit dem FCN. Makaay, seit 2007 bei Feyenoord, darf dort trotz Vertrag bis Saisonende ablösefrei gehen, weil die Rotterdamer 36 Millionen Euro Schulden angehäuft haben und sich das Gehalt des Ex-Nationalspielers sparen wollen. Makaay wiederum, der sich noch Hoffnungen macht, als Joker im Juni mit zur WM nach Südafrika zu fahren, wäre bereit, auf einen Großteil seines Gehaltes zu verzichten, wenn er beim Club Spielpraxis bekäme. In Rotterdam brachte es Makaay in dieser Saison nur auf elf Einsätze (zwei Tore).

Club-Präsident Franz Schäfer zum Stand der Dinge: „Wir bemühen uns um mehr Qualität, wollen zwei, drei Neue.“ Jetzt könnten es sogar vier werden. ERG

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