So klappt’s gegen Bayern

Nürnberger Rekordmeister-Besieger verraten, wie man der Star-Truppe beikommt. Club-Trainer Hecking hat natürlich auch ein Rezept in petto  
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Gemeinsam sind wir stark: Club-Kapitän Andreas Wolf (l.) und Keeper Raphael Schäfer, die hier Bayern-Torjäger Mario Gomez bremsen, haben sich schon als erfolgreiche Bayern-Jäger bewährt.
imago Gemeinsam sind wir stark: Club-Kapitän Andreas Wolf (l.) und Keeper Raphael Schäfer, die hier Bayern-Torjäger Mario Gomez bremsen, haben sich schon als erfolgreiche Bayern-Jäger bewährt.

NÜRNBERG Es war am 2. Februar 2007 als der Club die Bayern von Trainer Ottmar Hitzfeld mit 3:0 aus dem damaligen Frankenstadion fegte. Wiederholung am Samstag höchst erwünscht. Nur, wie erlegt man die Bayern?
Die AZ hat sich bei erfolgreichen Bayern-Jägern umgehört. Zwei, Kapitän Andreas Wolf und Keeper Raphael Schäfer, die 2007 dabei waren, sind es noch heute. Der damalige Chef auf dem Platz, Tomas Galasek, hat aufgehört. Sergio Zarate auch, der die Bayern am 28. März 1992 beim 3:1-Sieg des FCN im Münchner Olympiastadion schwindlig spielte und gestern in Nürnberg war. Beide haben Tipps parat. Und selbstverständlich weiß auch Club-Trainer Dieter Hecking genau, wie Bayern zu packen sein könnte.

 

"Ein Sieg gegen die Bayern ist für jeden Cluberer unvergesslich"


Wobei sich Stratege Galasek und Taktiker Hecking in Sachen Spielanlage einig sind. „Kompakt stehen, frisch und respektlos nach vorne spielen“, rät Galasek, „so wie wir das 2007 gemacht haben. Der Club hat ein Heimspiel, also muss jedem Cluberer klar sein, dass er ohne Angst an die Sache herangehen kann.“
Die Voraussetzungen für einen forschen Kick sieht Galasek beim Club gegeben. „Die jungen Leute überzeugen mich absolut. Sie spielen richtig gut Fußball, was sicher ein Verdienst von Hecking ist.“
Sergio Zarate würde am liebsten mitspielen, „wenn ich 20 Jahre jünger wäre.“ Der in Nürnberg zur Kultfigur gewordene Argentinier legte auf den Weg in die Türkei nach Belek, wo er einige PR-Projekte plant, einen Zwischenstopp in Nürnberg ein. Sein Rat an seine Nachfolger: „Wir waren 1992 ein Team mit einem ungeheueren Siegeswillen. So sollte die aktuelle Mannschaft, die heuer wirklich Gutes geleistet hat, auch verfahren. Ohne Angst vor dem Favoriten einfach ihr Ding machen. Hecking hat eine sehr starke Truppe geformt, die spielen gut, können mit dem Ball etwas anfangen. Und sie sollten wissen, ein Sieg gegen die Bayern ist für jeden Cluberer unvergesslich. Für mich war unser 3:1 damals das größte Erlebnis meiner Karriere.“ Seinen Landsmann Javier Pinola sieht Zarate als Club-Trumpf gegen die Münchner: „Pino verkörpert die Tugenden, die Fans sehen wollen. Er kämpft mit Herz und Leidenschaft.“

 

"Hans Meyer hat mal wieder Recht gehabt"


Andere auch. Zum Beispiel Andy Wolf. „Das wird ein geiles Spiel“, glüht der Kapitän vor Vorfreude. Sein Hintermann, Keeper Raphael Schäfer, köln-geschädigt, fordert: „Wir müssen 92 Minuten als Mannschaft auftreten. Wir freuen uns auf die Bayern und wollen ihnen einen heißen Kampf liefern.“
Trainer Hecking, der am Samstag sein 150. Spiel als Bundesliga-Trainer erlebt und mit Hannover schon zwei Mal gegen die Bayern gewonnen hat, wünscht sich „Ruhe. Nicht nur gegen den Ball, sondern auch in der Vorwärtsbewegung.“ Zudem eine „gute Vorstellung von uns, schließlich ist das Stadion ausverkauft. Im Hinspiel (0:3 d. Red.) hatten wir zu viel Respekt. Das war gar nicht nötig. Natürlich sind die Bayern individuell besser besetzt, Franck Ribéray und Arjen Robben sind Waffen, aber diese Saison steht dafür, dass Mannschaften, die mit Teamgeist auftreten, durchaus Überraschungen schaffen können.“
Überrascht hat bislang der Club viele, nur einen nicht. „Hans Meyer hat mir schon vor der Saison gesagt, dass der 1. FCN eine gute Rolle spielen wird“, erzählt Galasek. „Ich habe ihm nicht geglaubt, aber er hat mal wieder Recht gehabt.“ Was soll da noch schief gehen?

Mehr über den Club und alles zum Derby gegen die Bayern lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe Ihrer Abendzeitung.

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