Wie viel Alkohol ist zu viel?

Gerade in der Faschingszeit wird tief ins Glas geguckt. Was tun, wenn Kind oder Mann regelmäßig zur Flasche greifen? Experten gaben Rat
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Für die Leser am Telefon: Thomas Weßling.
privat Für die Leser am Telefon: Thomas Weßling.

Gerade in der Faschingszeit wird tief ins Glas geguckt. Was tun, wenn Kind oder Mann regelmäßig zur Flasche greifen? Experten gaben Rat

NÜRNBERG Nicht nur zur Faschingszeit findet man Gründe, um Alkohol zu trinken. Wird aus dem gelegentlichen Bier der tagtägliche Griff zur Flasche, dann besteht die Gefahr, dass sich eine Alkoholabhängigkeit entwickelt. Aber wie viel ist zu viel? Und wie reagiert man, wenn der Partner unmäßig trinkt?

Viele Leser wandten sich während unserer Telefonaktion mit ihren Fragen zum Thema Alkohol an die Suchtberater der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Thomas Weßling und Birgit Buchmüller.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ich trinke seit Jahren relativ viel Alkohol. Das Problem ist, dass ich nach dem ersten Glas nicht Schluss machen kann. Wie komme ich von den Mengen wieder runter?

Den ersten Schritt haben Sie schon getan, indem Sie Ihr Problem erkannt haben. Damit sind Sie schon weiter als viele andere. Jetzt sollten Sie sich professionelle Hilfe holen, denn allein bekommt man eine Abhängigkeit selten in den Griff. Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen finden Sie zum Beispiel unter www.bzga.de, Rubrik Service.

Sind drei Flaschen Bier am Abend bedenklich?

Ja, erwachsene Männer sollten nicht mehr als zwanzig Gramm, Frauen zehn Gramm reinen Alkohol am Tag trinken, wobei zwei Tage in der Woche alkoholfrei sein sollten. Zehn Gramm reiner Alkohol stecken zum Beispiel in einem Achtel-Liter-Glas Wein, in einem Viertel-Liter-Glas Bier oder in einem doppelten Schnaps. Sie hätten also mit einer Halbliterflasche Bier die gesundheitlich unbedenkliche Grenze bereits erreicht.

Mein Sohn (37) ist arbeitslos und trinkt. Er will immer Geld von mir für Essen, kauft sich dann aber Schnaps. Was soll ich machen?

Ihr Sohn muss für sein Leben die volle Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch, mit dem Geld, das er zur Verfügung hat, zu Recht zu kommen. Geben Sie ihm nichts mehr. Versuchen Sie, das Leben, das Ihr Sohn lebt, zu akzeptieren. Es entspricht zwar nicht Ihren Vorstellungen aber es ist sein Leben. Um sich selbst zu stärken und wieder Freude am Leben können Sie sich Hilfe bei Frauen-, Familien oder Suchtberatungsstellen suchen.

Sucht-Beratungstelefon der BZgA: Tel.0221/ 892031

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