Aiwanger will mehr Standorte für Windenergie

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert eine stärkere Berücksichtigung süddeutscher Standorte beim Ausbau der Windenergie.
"Es kann nicht sein, dass Bayern als großer Industriestandort mit hohem Strombedarf bei den Zuschlägen für Windkraft quasi leer ausgeht. Das derzeitige System benachteiligt den Süden strukturell, weil es einseitig auf hohe Winderträge setzt. Das ist energiepolitisch zu kurz gedacht", sagte er und forderte "eine vorgezogene Sonderausschreibung bereits im Jahr 2026 sowie eine stärkere regionale Steuerung der Vergaben".
Nur fünf Projekte aus Bayern
In der am 31. März beendeten Ausschreibungsrunde erhielten bundesweit rund 440 Vorhaben einen Zuschlag, darunter fünf aus Bayern. An der Ausschreibung beteiligt hatten sich nach Angaben des Grünen-Energieexperten Martin Stümpfig 44 bayerische Projekte.
Die Bundesnetzagentur ermittelt mit den Ausschreibungen die Höhe der staatlichen Zuschüsse nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Da der Wind im Süden weniger stark weht als im Norden, ist auch der durchschnittliche Ertrag niedriger - ein maßgeblicher Grund, warum süddeutsche Projekte es bei den Ausschreibungen schwer haben.