Aiwanger stellt sich hinter Söder: "Maßnahmen waren richtig"

München (dpa/lby) - In der Debatte über die massiven Beschränkungen in der Corona-Krise hat sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hinter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestellt. "Es waren die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Ministerpräsident Markus Söder (l, CSU) und Hubert Aiwanger (FW), stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister. Foto: Peter Kneffel/dpa
dpa Ministerpräsident Markus Söder (l, CSU) und Hubert Aiwanger (FW), stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister. Foto: Peter Kneffel/dpa

München (dpa/lby) - In der Debatte über die massiven Beschränkungen in der Corona-Krise hat sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hinter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestellt. "Es waren die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben uns da immer eng abgestimmt und wir würden aus jetziger Sicht alles so wieder machen", sagte Aiwanger der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Nachher meint man oft, schlauer zu sein, aber bis jetzt sagt niemand, dass wir überreagiert hätten."

Zum Thema Lockerung der Maßnahmen sagte Aiwanger: "Wir müssen uns zumindest so organisieren, dass wir abhängig von der medizinischen Entwicklung für verschiedene Zeitabläufe gerüstet sind. Je länger es dauert, umso teurer wird es, trotzdem dürfen wir nicht zu früh Maßnahmen zulassen, die wieder Ansteckungsrisiken erhöhen."

Am Mittwochabend hatte der Vize-Ministerpräsident im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks gesagt: "Wir halten das natürlich nicht monatelang durch, sondern meine Einschätzung ist, irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben."

Söder warnte später vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der Auflagen. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen", sagte er in einer am Donnerstagabend verbreiteten Videobotschaft. "Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen."

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gelten in ganz Bayern seit dem 21. März unter anderem umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber ausdrücklich auch "Sport und Bewegung an der frischen Luft" - das aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren