Airbus startet Lufttaxi-Modellprojekt in Ingolstadt

Ingolstadt geht in Sachen öffentlicher Nahverkehr neue Wege: Der Flugzeughersteller Airbus startet am Montag ein spektakuläres Modellprojekt und testet elektrobetriebene, drohnenähnliche Lufttaxis.
| AZ/dpa
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Eine von Airbus erstellte Computergrafik zeigte eine "CityAirbus", wie sie ab Montag auch über Ingolstadt fliegen soll.
Airbus/dpa Eine von Airbus erstellte Computergrafik zeigte eine "CityAirbus", wie sie ab Montag auch über Ingolstadt fliegen soll.

Ingolstadt - In von Autos verstopften Innenstädten soll es bald eine neue Alternative im Nahverkehr geben. In der Region Ingolstadt wird dafür in den kommenden Monaten ein Lufttaxi-Modell von Airbus auf seine Praxistauglichkeit getestet. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (beide CSU) werden am Montag (11.00 Uhr) den sogenannten CityAirbus auf dem Ingolstädter Rathausplatz vorstellen.

Die Lufttaxis sollen auch Notärzte transportieren

Das Modell ist eine elektrobetriebene, drohnenähnliche Maschine mit vier Sitzplätzen und acht Rotoren. Es ist angedacht, dass solche Flugtaxis künftig in Großstädten Passagiere auf festen Routen befördern, etwa vom Zentrum zum Flughafen. Daneben sind aber noch weitere Einsatzgebiete geplant, unter anderem im Gesundheitswesen. So sollen die Mini-Flieger künftig Notärzte schnell zu Unfallopfern bringen sowie dringend benötigte Blutspenden oder Organe transportieren. Weltweit werden derzeit solche Fluggeräte entwickelt.

Eine von Airbus erstellte Computergrafik zeigte eine "CityAirbus", wie sie ab Montag auch über Ingolstadt fliegen soll.
Eine von Airbus erstellte Computergrafik zeigte eine "CityAirbus", wie sie ab Montag auch über Ingolstadt fliegen soll. © Airbus/dpa

Das neue bayerische Lufttaxi wurde in den vergangenen Jahren im Airbus-Helikopterwerk im schwäbischen Donauwörth gebaut. Ingolstadt ist bundesweite Modellregion für die Nutzung solcher Senkrechtstarter, die auf kleinem Raum abheben und landen können. Die oberbayerische Stadt hatte sich im Rahmen der EU-Initiative "Urban Air Mobility" beworben. Außer Airbus sind etliche weitere Unternehmen und Forschungseinrichtungen an dem Ingolstädter Projekt beteiligt.

In Sachen Lufttaxi solle Bayern ohnehin Vorreiter werden, meinte Ministerpräsident Markus Söder schon im Sommer vergangenen Jahres. "Bayern soll führender Standort für Forschung, Produktion und Einsatz von Flugtaxis und Luftmobilität werden", betonte Söder. Dazu werde der Freistaat ein Testfeld für autonomes Fliegen einrichten. Das Ganze sei "keine Illusion" und "nichts Lächerliches". "Der innerstädtische Flug wird kommen." Das sei keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann – und Bayern wolle vorne mit dabei sein.

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