Aigner spricht über frühere Krebserkrankung und Single-Leben

Landtagspräsidentin Ilse Aigner wird als eine mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gehandelt. In einem Podcast gewährt sie seltene Einblicke in höchst Privates.
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Ilse Aigner musste früher zwei schwere Erkrankungen überstehen. (Archivbild)
Ilse Aigner musste früher zwei schwere Erkrankungen überstehen. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa
München

Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat in einem Podcast über zwei schwere Erkrankungen in früheren Jahren gesprochen - darunter Schilddrüsenkrebs, als Bundesministerin. Und über ihr Single-Leben. 

So erzählte Aigner, die als eine mögliche Kandidatin für das Bundespräsidentenamt gilt, in einem Podcast von "Münchner Merkur" und "tz", wie während ihrer Zeit als Agrarministerin im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Schilddrüsenkarzinom diagnostiziert worden sei. "Das war wahrscheinlich genetisch, weil meine Schwestern auch betroffen waren - wenn auch nicht so wie ich", sagte sie. 

Sie berichtete, wie sie operiert wurde und in die Isolation musste: "Im Gegensatz zu einer Chemo erfolgt die Strahlentherapie mit einer Tablette. Und dann strahlt man halt." Aigner erzählte: "Es war wirklich extrem. Man ist dann komplett abgeschottet." Immerhin habe man gewusst, "dass es eine gute, sehr gute Heilungschance gibt. Es gab auch keine Streuung oder Nebenerscheinungen, sodass ich da eigentlich ganz zuversichtlich war", berichtete die heute 61-Jährige.

Tumor im Rücken

Schon vor ihrem 18. Geburtstag sei bei Aigner ein Tumor im Rücken entfernt worden, der lange unentdeckt geblieben sei. "Das war wirklich eine schwierige, sehr schwierige Zeit. Vor allem, weil diese Schmerzen einfach unglaublich waren", erzählte Aigner in dem Podcast. "Ich weiß bis heute, wie ich da - weil ich nicht mehr liegen konnte - mit mehreren Kissen übereinander am Küchentisch gesessen bin und versucht habe, wenigstens ein bisschen zu schlafen." 

Die Operation sei dann sehr dringend gewesen. "Das hätte auch schiefgehen können." Letztlich habe sogar eine Querschnittslähmung gedroht. So richtig begriffen habe sie das erst im Nachhinein, erzählte die Landtagspräsidentin. "Deswegen erklärt sich vielleicht, dass ich heute manches etwas gelassener sehe, weil ich weiß, was wirklich wichtig ist."

"Ich gehe als Single durchs Leben"

Zudem gewährte Aigner Einblicke in ihr aktuelles Privatleben. "Ich gehe als Single durchs Leben", sagte sie, machte aber deutlich, dass dies in ihrem Fall nichts mit Einsamkeit oder Alleinleben zu tun habe. "Ich lebe in einem großen Familienverbund, in einem sogenannten Dreigenerationenhaus, wo immer irgendwas los ist", sagte Aigner. 

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass es nicht ganz einfach sei, in einer Position wie der ihren etwas Neues aufzubauen, fügte sie hinzu. "Das würde von einem Partner viel verlangen." Für die Zukunft schloss Aigner nicht aus, eine neue Partnerschaft einzugehen, sagte aber auch: "Ich habe es immer wieder mal versucht, mit mehr oder weniger Erfolg".

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