ADAC prognostiziert Staus: Bayerns Skigebiete frohlocken - Schnee ist unser Metier

Freud und Leid: Der Rückreiseverkehr aus den Wintersportorten erhöht an diesem Wochenende die Staugefahr auf Bayerns Straßen, der starke Schneefall freut die Skifahrer. 
| dpa
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München - Während nach dem Wintereinbruch im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist, freuen sich die bayerischen Skigebiete über das Wetter. (Lesen Sie hier: Ski-Saison auf Münchens Hausbergen - ein Überblick)

"Schneefall ist unser Metier", sagte ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn am Freitag. Abfahrten und Lifte in den Skigebieten bei Garmisch-Partenkirchen und auf der Zugspitze mussten wegen des Neuschnees nicht gesperrt werden. Für die Skifahrer bestehe auf den ausgewiesenen Pisten keine Gefahr, da mögliche Lawinenfelder rechtzeitig gesprengt würden.

Spitzingsee: "Der Schnee macht uns nichts"

Für die Betreiber der Bergbahnen am Allgäuer Fellhorn bei Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu) war der Neuschnee kein Problem. Das winterliche Wetter sei nichts Außergewöhnliches, sagte ein Sprecher. "Der Schnee macht uns nichts", sagte der Geschäftsführer des Skigebiets am Spitzingsee (Landkreis Miesbach), Peter Lorenz. Auch am Brauneck und am Sudelfeld gebe es keine Probleme. Nur wenn es windig werde, müssten Lifte schließen, so Lorenz.

Von den Bergbahnbetreibern in Oberbayern erwarten 40 Prozent bessere Geschäfte als in der vergangenen Wintersaison, wie die Industrie- und Handelskammer München mitteilte. Nur zehn Prozent rechnen demnach mit schlechteren Geschäften.

Bergwacht: Lawinengefahr verschärft sich in nächsten Tagen

Mit Blick auf den erwarteten anhaltenden Schneefall in Bayern warnen die Bergwacht und der Deutsche Alpenverein vor Ski- oder Wandertouren in unsicheren Gebieten. Die Einsatzkräfte der Bergwacht sind nach eigenen Angaben in Alarmbereitschaft, rechnen aber nicht mit mehr Rettungseinsätzen.

"Wenn die Lawinengefahr bei vier oder fünf auf der Skala liegt, sind wesentlich weniger Leute unterwegs", sagte David Pichler von der Bergwacht Chiemgau am Freitag. Ähnlich sieht das auch Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein: "Die meisten tödlichen Lawinenunfälle passieren bei Gefahrenstufe drei, weil viele das Risiko unterschätzen."

Laut Bucher wird sich die Lawinengefahr in den nächsten Tagen noch verschärfen. Deswegen sollte man vor geplanten Touren unbedingt den Lawinenlagebericht der Warnzentrale checken. Auf den gesicherten Pisten müsse aber niemand Angst haben.

ADAC: Staugefahr durch Ferienverkehr und Schneefall

Der Rückreiseverkehr aus den Wintersportorten erhöht an diesem Wochenende laut ADAC die Staugefahr auf Bayerns Straßen. Starker Schneefall lasse zudem das Unfallrisiko steigen. Autofahrer sollten vor allem genug Zeit einplanen, sagte ein Sprecher des ADAC am Freitag in München.

Zusätzlich zum Ferienverkehr dürfte der Neuschnee Tages- und Wochenendausflügler auf die Straßen locken. Auf den von Süden kommenden Autobahnen A8, A93, A95 und A96 sowie auf der A99 um München dürfte es demnach vor allem am Samstagnachmittag sowie Sonntagnachmittag und -abend eng werden.

ADAC rät: Decken und warme Getränke einpacken

Betroffen sind dem ADAC-Sprecher zufolge auch die A8 Richtung Ulm und Stuttgart sowie die A9 in Richtung Nürnberg und Berlin sowie der Großraum Frankfurt.

Der Fachmann riet Autofahrern, die Geschwindigkeit dem Winterwetter anzupassen, Abstand zu halten und in Baustellenbereichen versetzt zu fahren, um gegebenenfalls nicht gegen einen eng daneben fahrenden Wagen zu schlittern. Zudem sei es sinnvoll, Decken und warme Getränke einzupacken. "Man kann bei Stau ja nicht dauernd den Motor laufen lassen."

Lesen Sie hier: Mega-Kampagne gegen die Bedrohung der Alpen

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