116 000 Flüchtlinge schafften Sprung in feste Jobs in Bayern

München (dpa/lby) - Fünf Jahre nach Beginn der Flüchtlingskrise sind im Freistaat Bayern 283 413 Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert worden. Diese Abschlussbilanz legte am Dienstag die Initiative "Integration durch Ausbildung und Arbeit" vor, die 2015 von der Staatsregierung und der Wirtschaft gegründet worden war.
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Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der bayerische Wirtschaftsminister. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
dpa Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der bayerische Wirtschaftsminister. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Fünf Jahre nach Beginn der Flüchtlingskrise sind im Freistaat Bayern 283 413 Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert worden. Diese Abschlussbilanz legte am Dienstag die Initiative "Integration durch Ausbildung und Arbeit" vor, die 2015 von der Staatsregierung und der Wirtschaft gegründet worden war. 116 000 Geflüchtete hätten einen festen Arbeitsplatz erhalten, andere seien in Praktika und Ausbildungsverhältnisse vermittelt worden, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). "Das vereinbarte Ziel von 60 000 Arbeitsmarktintegrationen ist damit weit übertroffen", betonte er.

Der Arbeitsmarkt in Bayern ist dringend auf Zuwanderung von außen angewiesen. Die Bundesagentur für Arbeit hatte vor der Corona-Krise den Mangel an Arbeitskräften, vor allem solchen mit fachlich guter Ausbildung, als größtes Wachstumshindernis in Deutschland definiert. Volkswirte gehen davon aus, dass sich dies auch in Zukunft nicht ändern wird. "Der bayerische Arbeitsmarkt braucht dringend Fachkräfte, um gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen", sagte Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU).

Allein 4700 junge Flüchtlinge erlernten derzeit einen Handwerksberuf. "Flüchtlinge tragen damit einen guten Teil zur Fachkräftesicherung in unseren Handwerksunternehmen bei", sagte Aiwanger. "Gleichzeitig leistet das Handwerk einen wichtigen Beitrag zur Integration Geflüchteter in unsere Gesellschaft."

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