"Wonder Man" auf Disney+: Alles zur neuen Marvel-Serie

Die nächste MCU-Serie steht in den Startlöchern. "Wonder Man" wirft einen Blick hinter die Kulissen Hollywoods, wo ein Superhelden-Film entstehen soll.
von  (lau/spot)
Yahya Abdul-Mateen II in "Wonder Man".
Yahya Abdul-Mateen II in "Wonder Man". © Marvel Studios/Disney+/Suzanne Tenner

Mit "Wonder Man" startet am 28. Januar die erste Live-Action-Serie der Marvel Studios seit "Ironheart" aus dem vergangenen Sommer auf Disney+. Die Miniserie dreht sich um die beiden Schauspieler Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II, 39) und Trevor Slattery (Ben Kingsley, 82), die in Hollywood versuchen, ihre Traumrolle zu ergattern. Und auch Superkräfte spielen in der ungewöhnlichen Marvel-Serie eine Rolle.

Darum geht es in "Wonder Man"

Der aufstrebende Schauspieler Simon Williams setzt alles daran, seiner Karriere den entscheidenden Schub zu verleihen. Er träumt von der Hauptrolle in einer Neuauflage des legendären Superheldenfilms "Wonder Man", die der exzentrische Regisseur Von Kovak ("Triangle of Sadness"-Star Zlatko Buric, 72) realisieren möchte. Zufällig begegnet er Trevor Slattery, einem Schauspieler, dessen beste Tage schon hinter ihm liegen. Obwohl der eine noch eher am Anfang, der andere am Ende seiner Karriere steht, schließen sie sich zusammen, um ihr großes Ziel eines Parts im geplanten "Wonder Man"-Film zu erreichen.

Showbusiness-Satire oder Marvel-Serie?

Die neue Marvel-Serie "Wonder Man" ist zweifellos ein ungewöhnlicher Beitrag zum großen Marvel Cinematic Universe. Die Marvel Studios versprechen "einen Blick hinter die Kulissen der Unterhaltungsindustrie" - und genau dort setzt die Serie an. "Wonder Man" spielt in der Welt Hollywoods, in der Schauspieler von Casting zu Casting eilen, stets auf der Jagd nach der ersehnten Traumrolle. Eine zusätzliche Meta-Ebene entsteht dadurch, dass innerhalb der Marvel-Serie wiederum ein Superheldenfilm produziert werden soll.

Dem oft wenig glamourösen Alltag von Schauspielern kommt "Wonder Man" dabei erstaunlich nahe. Zuschauerinnen und Zuschauer erleben hautnah, wie es sich anfühlt, bei einem Casting in Hollywood nur einer von gefühlt Tausenden Bewerbern zu sein.

Kurzweiliger Binge

Auch werden verschiedene Schauspiel-Techniken thematisiert und es gibt wieder immer anschauliche Beispiele für gutes oder schlechtes Spielen. Bei all diesen durchaus gelungenen Szenen stellt sich allerdings ein wenig die Frage, ob Marvel-Fans mit diesem Blick hinter die Kulissen der Schauspielkunst sonderlich viel werden anfangen können. Zumal Superkräfte in "Wonder Man" zwar vorkommen, aber selten auf eine Art, die man aus dem übrigen MCU kennt.

Wer hingegen eine Hollywood-Satire sucht, die entfernt an Apple TVs "The Studio" oder die nach einer Staffel eingestellte HBO-Serie "The Franchise" erinnert, dürfte bei "Wonder Man" auf seine Kosten kommen.

Darüber hinaus ist die neue Marvel-Serie mit Oscarpreisträger Ben Kingsley, der seine ikonische Rolle aus "Iron Man 3" wieder belebt, sowie mit Yahya Abdul-Mateen II prominent besetzt. Die acht jeweils rund halbstündigen Episoden von "Wonder Man", die alle auf einen Schlag auf Disney+ erscheinen, lassen sich bequem an einem Abend oder über ein Wochenende hinweg durchbingen.

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