Wenn die KI in unser Gehirn eindringt: Chancen, Risiken und Nebenwirkungen

Der Einsatz von KI und Computertechnik schafft in der Hirnforschung atemberaubende neue Möglichkeiten, die vielen Menschen helfen werden. Es lauern aber auch Gefahren. Ein neuer "NANO Doku"-Film blickt differenziert auf den aktuellen Stand der Dinge.
Jonas Decker |
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Eine neue "NANO Doku" fragt: "Können wir bald Gedanken lesen?"
ZDF/Michael Kern 2 Eine neue "NANO Doku" fragt: "Können wir bald Gedanken lesen?"
Das menschliche Gehirn ist äußerst komplex, deshalb soll jetzt auch KI bei der Entschlüsselung helfen.
ZDF/Shutterstock 2 Das menschliche Gehirn ist äußerst komplex, deshalb soll jetzt auch KI bei der Entschlüsselung helfen.

Das menschliche Gehirn: viel zu komplex, als dass der Mensch es je vollständig verstehen könnte. Aber vielleicht schafft es ja die KI? Die Forschung auf dem Gebiet ist längst in vollem Gange, angetrieben vom versprochenen Erkenntnisgewinn und erhofften medizinischen Durchbrüchen, aber auch von der Chance auf großen wirtschaftlichen Profit. Den aktuellen Stand der Dinge beleuchtet nun eine neue Ausgabe der 3sat-Reihe "NANO Doku".

Der Sendungstitel "Brain Code: Können wir bald Gedanken lesen?" klingt nach Science-Fiction, hier aber geht es durchaus nicht nur um eine Vision von übermorgen. Unter Zuhilfenahme modernster Computertechnik können Forscher und Mediziner sich inzwischen tiefer in das menschliche Gehirn hineinwinden und mehr Signale entschlüsseln als je zuvor. Künstliche Intelligenz hilft entscheidend beim Verständnis der "Codes" in unseren Köpfen. Es entstehen erstaunliche neue Möglichkeiten, die auch schon sehr hilfreich und vielversprechend in praktische Anwendungen übertragen werden.

Was Gehirn-Computer-Schnittstellen jetzt schon möglich machen

So erzählt der 45-minütige Film von Christian Heynen etwa von einem ALS-Patienten in Los Angeles, der mithilfe einer Gehirn-Computer-Schnittstelle endlich wieder mit seiner Familie kommunizieren kann. Und von einem vollständig gelähmten Mann aus Bayern, der nach einem Motorradunfall lernt, über seine Gedanken einen Roboterarm zu steuern. Großartige futuristische Technik ist da am Werk. Davon wollen, wenig verwunderlich, auch große Tech-Firmen profitieren. Elon Musk etwa investiert bereits intensiv auf dem Gebiet und hat längst eine eigene Firma gegründet.

Neben großen Verheißungen stehen in "Brain Code" auch komplizierte ethische Fragen im Raum. Wohin steuert die Forschung, wenn im Hintergrund riesige Geldsummen im Spiel sind? Und droht durch den neuen KI-Einblick in das Gehirn vielleicht auch eine "völlig neue Dimension der Überwachung"? Wie üblich wird das "NANO Doku"-Thema bei 3sat direkt im Anschluss in "NANO Talk" (21 Uhr) mit fachkundigen Gästen diskutiert. Titel der Sendung: "Ist die Menschheit noch zu retten? - Wie uns Krisen und KI entzaubern".

NANO Doku - Brain Code: Können wir bald Gedanken lesen? - Do. 05.11. - 3sat: 20.15 Uhr

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