TV-Reform: Das ist neu beim Bayerischen Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk startet am Montag sein neues Programmschema im Fernsehen - neues Studie, neue Magazine, neue Sendezeiten: was alles anders wird beim BR.
| Robert Braunmüller
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Ab Montag, 11. April, wird die „Rundschau“ im Bayerischen Fernsehen optisch aufgehübscht und inhaltlich aufgewertet.
dpa Ab Montag, 11. April, wird die „Rundschau“ im Bayerischen Fernsehen optisch aufgehübscht und inhaltlich aufgewertet.

München - Die Reform des Programms beim BR Fernsehen sorgte für Wirbel. Vieles, was der Sender als Optimierung und Verjüngung verkauft, gilt sender-intern wegen der Konzentration einzelner Redaktionen als Sparmaßnahme. Für Ärger sorgte vor allem die Zusammenlegung von Kultursendungen.

Das Programmschema hat in den vergangenen Monaten den Fernsehausschuss und auch den Rundfunkrat des BR beschäftigt. Das neue Schema startet am Montag.

Das sind die entscheidenden Veränderungen für den Zuschauer:

 

RUNDSCHAU

 

Die Hauptausgabe der beginnt nun um 18.30 Uhr. Die Sendezeit wird, wie bereits angekündigt, auf 30 Minuten verdoppelt. Dadurch gibt es in den Haupt-Nachrichten nach BR-Angaben mehr Raum für Themen aus Bayern. Internationale und bundesweite Themen bleiben wichtiger Bestandteil der „Rundschau“, sollen aber verstärkt mit Blick auf ihre Bedeutung für die bayerischen Zuschauer beleuchtet werden.

 

NEUES STUDIO

 

Ein halbrunder, nach links sanft abfallender Tisch, der an die Optik des ZDF-Nachrichtenstudios erinnert, steht im Zentrum des neuen Studios der „Rundschau“. Geschreinert wurde es laut Redaktionsleiterin Anja Miller in den eigenen Werkstätten. Den Hintergrund bildet eine in hellem Grau gehaltene, stilisierte Weltkarte. Neu ist auch die Erkennungsmelodie.

 

ABENDSCHAU

 

In Abgrenzung zur „Rundschau“ dazu widmet sich die „Abendschau“ (18.00 – 18.30 Uhr) verstärkt Themen aus dem Alltag der Menschen im Freistaat und wird mit einem Mix aus Service, Kultur, Unterhaltung sowie Familienthemen ihr Profil als Vorabendmagazin für alle Generationen schärfen.

Lesen Sie hier: BR setzt

 

TAGESSCHAU

 

Da die 20 Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ in Bayern überdurchschnittlich viele Zuschauer hat, wird diese – wie in fast allen anderen Dritten auch – künftig aus dem Ersten übernommen und um ein Bayern-Wetter ergänzt.

 

DAHOAM IS DAHOAM

 

Die Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ wird auf 19.30 Uhr vorgezogen. Die Zuschauer können damit im BR Fernsehen bleiben, ohne für die Tagesschau umschalten zu müssen.

 

MAGAZINE

 

Mit dem neuen Format „Bayern erleben“ baut das BR Fernsehen seine Bayern-Kompetenz im Hauptabend aus: Dokus zu bayerischen Themen erhalten einen prominenten Platz zur besten Sendezeit am Montag um 20.15 Uhr. Bei den Magazinen, die montags bis freitags um 19 Uhr beginnen, wurde das inhaltliche Spektrum ausgeweitet: Künftig spielen auch Lifestyle, mobiles und digitales Leben sowie Gesellschaft und bürgerschaftliches Engagement eine wichtige Rolle.

 

KULTUR

 

„Capriccio“ bleibt in bekannter Form erhalten. Daneben wird es am Mittwochabend, 22.45 Uhr, ein neues wöchentliches Magazin geben: „Südlicht– Kunst und Literatur“ bündelt die bisherigen Formate „LeseZeichen“ und „LIDO“ und wird Themen aus Literatur und Kunst in laut Sender-Angaben „völlig neuer Form“ aufgreifen.

 

DOKUMENTATIONEN

 

Als wichtiges Genre gestärkt wird zudem der Dokumentarfilm. Künftig hat er dienstags bereits um 22.30 Uhr seinen Platz – eine Viertelstunde früher als bisher. Damit bietet das BR Fernsehen den frühesten festen Dokumentarfilm-Sendeplatz innerhalb der ARD.

 

SPORT

 

„Blickpunkt Sport“ wechselt vom Sonntag auf seinen alten Platz am Montag um 22 Uhr zurück. Vorgesehen ist mehr Raum für Hintergründe, kritische Themen sowie frische unterhaltsame Elemente.

 

MEHR POLITIK

 

Ein völlig neues Genre hält künftig mittwochs um 22 Uhr Einzug ins Bayerische Fernsehen: die politische Dokumentation. Unter dem Titel „DokThema“ beschäftigt sich dieses Format nach der „Münchner Runde“ bzw. „Jetzt red i“ und dem Politikmagazin „Kontrovers“ mit Themen und Entscheidungen aus Politik, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit, Kultur oder Familie.

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