TV-Auswanderinnen aus München: Vox-Sendung zeigt neue emotionale Entwicklungen

Die tansanische Insel Sansibar zieht nicht nur Urlauber an, sondern auch Auswanderer. Zwei von ihnen, Melanie Sitter und Angela Wolf, kommen aus München und werden bei ihrem Traum von "Goodbye Deutschland" (Vox) begleitet. Nun gibt es eine neue Sansibar-Folge. Mit Strand-Szenen, aber auch Trennungsschmerz.
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Melanie Sitter aus München ist nach Sansibar ausgewandert. Seit Kurzem ist sie auch bei Vox in der Sendung "Goodbye Deutschland" zu sehen.
Melanie Sitter aus München ist nach Sansibar ausgewandert. Seit Kurzem ist sie auch bei Vox in der Sendung "Goodbye Deutschland" zu sehen. © Melanie Sitter/Green Ocean Zanzibar

Sansibar, die kleine afrikanische Insel im Indischen Ozean, ist für viele ein Traum-Urlaubsziel. Mit türkisem Meer und weißem Sand, so weit das Auge reicht. Wo man am Strand Kokosnüsse schlürft und sich in Stone Town im Gassengewirr treiben lässt. Oder eine "Sansibar-Pizza" auf dem Nachtmarkt probiert.

Für zwei Münchnerinnen ist das Eiland vor Tansania zum neuen Lebensmittelpunkt geworden: Angela Wolf und Melanie Sitter. Sie haben aus ganz unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen und sich ein neues Leben in Ostafrika aufgebaut.

Die neue Folge der Vox-Sendung "Goodbye Deutschland" (TV-Ausstrahlung am 3. August) hat den Schwerpunkt Sansibar und begleitet unter anderem die zwei Auswanderinnen aus Bayern.

"Ich habe mich in die Energie der Insel verliebt"

Aber auch im Paradies ist nicht immer alles rosarot. Und so steht die Sendung unter dem vielsagenden Motto: Trennungsschmerz. Die AZ hat sich die Folge vorab angesehen.

Ein traditionelles Holzboot am Strand von Sansibar. Viele Menschen auf der Insel leben von der Fischerei.
Ein traditionelles Holzboot am Strand von Sansibar. Viele Menschen auf der Insel leben von der Fischerei. © Rosemarie Vielreicher

Melanie Sitter aus München ist mit ihren zwei Töchtern 2021 nach Sansibar ausgewandert. Sie hat der AZ bereits Ende 2023 erzählt, warum sie diesen Schritt gewagt hat: "Hier auf Sansibar ist mir bewusst geworden, dass das Wichtigste Zeit ist." Ein Kiswahili-Wort, an dem man hier nicht vorbeikommt: "polepole" (langsam, langsam).

Auch das soziale Miteinander, die Offenheit der Einheimischen empfindet sie als besonderes Glück. Deswegen sagte sie damals schon: "Ich habe mich in die Energie der Insel verliebt. Sansibar hat etwas mit mir gemacht."

Boutique Hotel mitten in der Natur

Die gelernte Kauffrau für Bürokommunikation hat sich in Jambiani das Boutique Hotel Green Ocean Zanzibar aufgebaut. Mit viel Schweiß und Durchhaltevermögen. Etwa wenn mal wieder der Strom ausfällt.

Die AZ hat sie dort schon besucht. Wenn man den abgeschiedenen Ort mithilfe eines Tuktuk-Fahrers einmal gefunden hat, fühlt es sich an, als hätte die Münchnerin nicht nur ein Haus gebaut, sondern eine riesige Portion Ruhe und Gelassenheit einziehen lassen. Drumherum: viel Grün, viele Bananenstauden.

Herausforderung: Die Tochter möchte zurück nach München

Eine Frage, die sie auch der AZ stellte und nun in der Vox-Sendung wiederholt: Was bedeutet es eigentlich, reich zu sein? Für die Menschen auf Sansibar habe die Antwort nichts mit Geld und Besitz zu tun. Sondern vielmehr mit Lebensfreude. Als arm empfinden sie denjenigen, der freudlos und immer nur mit ernstem Gesicht durchs Leben geht, gestresst ist, keinen Kontakt zu seinen Mitmenschen sucht.

Die Big Five wie in der Serengeti gibt es auf Sansibar nicht, dafür aber zum Beispiel die Sansibar-Äffchen mit dem auffällig roten Rücken.
Die Big Five wie in der Serengeti gibt es auf Sansibar nicht, dafür aber zum Beispiel die Sansibar-Äffchen mit dem auffällig roten Rücken. © Rosemarie Vielreicher

Was man im persönlichen Gespräch mit Melanie Sitter schnell merkt: Sie ist keine Dramaqueen, sie ist eine Macherin. Auch bei ihrer Auswanderung tauchen immer wieder Schwierigkeiten auf, aber sie sucht nach Lösungen. Anders als bei anderen TV-Auswanderern gibt es bei ihr kein Liebesdrama, sie ist auch nicht wegen eines Mannes dorthin gezogen. Dass sie mittlerweile einen neuen Partner hat, wird erwähnt, aber ohne viel Aufhebens.

Allerdings gibt es eine familiäre Herausforderung: Ihre Tochter Malia wollte nach Jahren plötzlich heim zu ihrem Papa nach München. Sitter hat sie gehen lassen, kämpft aber mit dem Abschied, wie man in der Vox-Sendung zu sehen bekommt.

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Die Zehnjährige wird in der aktuellen "Goodbye-Deutschland"-Folge zwei Wochen zu Besuch kommen, der Zuschauer begleitet die Familie, wenn sie zusammen durchs türkise Wasser reiten oder Äffchen entdecken. Wird das "Papakind" doch zurückkehren wollen? Die große Frage, die über der Mutter aus München schwebt.

"Immer noch lustig, mich im Fernsehen zu sehen"

Vor der neuen TV-Ausstrahlung lässt Sitter die AZ wissen: "Für mich ist es immer noch lustig, mich im Fernsehen zu sehen." Sie wird aus ihrer Sicht authentisch gezeigt und freue sich schon auf die Ausstrahlung, auch wenn es wie immer positive und auch negative Meinungen dazu geben wird.

Neben der familiären Situation verkündet sie noch eine große Umgestaltung im Green Ocean Hotel. Nach zwei Monaten sei diese abgeschlossen. "Ich darf noch nicht zu viel verraten, aber das Green Ocean hat ein ganz neues Gesicht bekommen."

"Wir freuen uns riesig auf dieses neue Kapitel"

Weiter schreibt sie der AZ: "Es wurde unglaublich viel verändert, erweitert und aufgewertet. Alle Zimmer und Häuser wurden modernisiert, wir haben jetzt Klimaanlagen und Fernseher in allen Unterkünften und insgesamt ist alles noch hochwertiger geworden."

Ein Blick über Stone Town auf Sansibar.
Ein Blick über Stone Town auf Sansibar. © Rosemarie Vielreicher

Sie wollten künftig den Fokus stärker auf exklusive Retreats für Gruppen legen, mit Rund-um-Service. Normaler Urlaub soll weiterhin möglich sein. "Wir freuen uns riesig auf dieses neue Kapitel", schreibt sie der AZ.

Auswanderin Angela Wolf: Liebes-Aus

Die zweite Auswanderin aus München ist Angela "Angi" Wolf (47). Die Friseurin ist schon länger Teil der Vox-Sendung. Sie ist einst der Liebe zu Massai Paulo wegen nach Sansibar gezogen. Die beiden haben sich die Michamvi Spirit Lodge aufgebaut. Die Katzen-Freundin hat während ihrer Auswanderung schon so manchen Rückschlag einstecken müssen (Stichwort: Floating Boat).

Doch nun bricht der eigentliche Grund für ihren Sansibar-Neuanfang weg. Bei der Vox-Sendung verkündet sie das Aus mit ihrem Ehemann. Sie hätten sich auseinandergelebt, sie spricht von Handgreiflichkeiten, er von Fremdgehen.

Trotzdem hat die Münchner Auswanderin schon wieder neue Ideen und die haben wieder mit Ausflügen aufs Meer zu tun. Sie will ein Holzboot für Touristen anbieten und sie zum Beispiel in den Sonnenuntergang Sansibars schippern. Und so ist der Trennungsschmerz zugleich ein Neuanfang.

"Goodbye Deutschland": 3. August, 20.15 Uhr, unter anderem auch mit den Auswanderinnen Levke Kersting und Luisa Dana. Die Folge ist auch bereits auf RTL plus abrufbar.

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  • Der wahre tscharlie vor einer Stunde / Bewertung:

    Ich finde es immer gut, wenn Menschen in einem fremden Land einen Neuanfang starten, der quasi ihr bisheriges Leben "auf den Kopf" stellt.
    Und was bedeutet schon Reichtum? Ein dickes Konto?
    Was nutzt mir das, wenn ich als Mensch mit mir nicht im Reinen und unglücklich bin.

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  • marshal vor 49 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    Aber es scheitert dann doch oft wieder am Geld. Und wenn es vor Ort dann zur Trennung kommt, geht es auch wieder ums Geld.

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