Trauer um langjährige ARD-Moderatorin Jacqueline Stuhler

Mehr als 25 Jahre lang galt das "ARD-Buffet" als feste Größe im Mittagsprogramm des Ersten. Von Beginn an dabei war Jacqueline Stuhler: Die Moderatorin führte ein ganzes Jahrzehnt durch die Sendung, die von montags bis freitags zu sehen war. Wie der SWR nun bekannt machte, ist die Journalistin und Moderatorin am Samstag, 24. Oktober, "nach langer, schwerer Krankheit" gestorben. Dies habe ihr Mann bestätigt. Stuhler wurde 70 Jahre alt.
"Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR", wird SWR-Intendant Kai Gniffke in einer Meldung des Senders zitiert. "Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht. Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin."
Die im April 1956 geborene Jacqueline Stuhler war nach Studium und Volontariat ab den 1980er-Jahren beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig - als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk, aber auch als Moderatorin der politischen Kindersendung "Links und rechts vom Äquator", die im Ersten ausgestrahlt wurde.
Jacqueline Stuhler zählte zum "ARD-Buffet"-Gründungsteam
Ab 1990 übernahm sie die Leitung der Redaktion Innenpolitik des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR) und zeichnete unter anderem für die Reportagereihe "Schlaglicht" verantwortlich. Zudem präsentierte sie mehrere Jahre lang die 21-Uhr-Nachrichten im SW3.
1998 war sie Teil des Gründungsteams des "ARD-Buffets" - dem ersten gemeinsame Programmangebot des SWF und SDR, die 1998 zum SWR fusionierten. Bis 2008 moderierte Stuhler die 2024 eingestellte Ratgebersendung. Parallel war sie Teil von politischen Formaten wie "Ländersache" und "Wortwechsel".
Für ihre journalistische Arbeit wurde Jacqueline Stuhler zweifach ausgezeichnet: 1982 erhielt sie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus; 2001 wurde sie mit dem Hans-Bausch-Mediapreis geehrt.