"Top Chef Germany": Eckart Witzigmann über seine Premiere als TV-Juror

TV-Kochshows blieb er lange fern. Doch jetzt wagt sich Spitzenkoch Eckart Witzigmann für die neue Casting-Show "Top Chef Germany" auf den Jury-Stuhl. Im Interview verrät er, was ihn an dem Format überzeugt hat.
| (jom/spot)
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen

Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann (77) ist Juror in der neuen Kochshow "Top Chef Germany", die Sat.1 ab heute immer mittwochs um 20.15 Uhr zeigt. Zwölf Profis, die bereits zu Deutschlands Kochelite gehören, stellen sich einem hochkarätigen Kochwettbewerb. Was Witzigmann an dem Format beeindruckt, was er an seiner neuen Jury-Rolle besonders schwierig fand und warum man auch als Laienkoch aus der Show lernen kann, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Sichern Sie sich hier "Mälzer & Witzigmann: Zwei Köche - ein Buch"

Bei "Top Chef Germany" messen sich erfolgreiche Küchenchefs, die insgesamt vier Michelin-Sterne vorweisen können, in der hohen Kunst des Kochens. Am Ende kann Deutschlands erster "Top Chef" 50.000 Euro mit nach Hause nehmen - und in der Gastro-Szene für Aufmerksamkeit sorgen. Das Konzept von "Top Chef Germany" hat ihn überzeugt: Zum ersten Mal ist Eckart Witzigmann, der als erster deutscher Koch drei Michelin-Sterne erhalten hat und den Titel "Koch des Jahrhunderts" trägt, in einer eigenen TV-Kochshow zu sehen. "Ich glaube, jeder ehrgeizige Koch will etwas bewegen, täglich beweisen, wie gut es schmecken kann. Das war auch das Ziel der Teilnehmer von 'Top Chef Germany', diese Situation ist mir wohl vertraut", sagt Witzigmann.

"Das ist kein Spaziergang"

Es sei immer wieder beeindruckend gewesen, wie engagiert manche Kandidaten an die Sache herangegangen seien und mit welchem Einsatz gekämpft wurde. Mit der Show will Witzigmann die Karriere der Teilnehmer unterstützen und auf das Nachwuchsproblem in der Spitzengastronomie aufmerksam machen, das sich laut dem Spitzenkoch bereits vor Jahren abgezeichnet hat. "Aber man nimmt das Problem erst wahr, wenn man es selbst mitbekommt, und das ist in der Gastronomie heute der Fall."

Auch wenn in der TV-Show, dessen Vorreiter in den USA bereits in der 16. Staffel läuft, Profis unter sich sind, könnten die Hobbyköche unter den TV-Zuschauern trotzdem etwas aus der Show mitnehmen: "Man lernt, wie wichtig gute Produkte sind, und wie wichtig das richtige Timing beim Kochen ist - und man lernt, dass Kochen auf diesem Niveau dem Koch alles abverlangt. Das ist kein Spaziergang", erklärt Witzigmann.

Wenn Kollegen am Herd stehen

Die Kandidaten wollen neben der Koch-Legende auch Food-Kritikerin Alexandra Kilian (34) und 2-Sterne-Koch Peter Maria Schnurr (49) von ihren Kreationen überzeugen. Mit seinen Kollegen habe er oft ausführliche Diskussionen geführt, da es schwierig gewesen sei, eine Entscheidung über den Sieger einer Challenge zu treffen, wenn "engagierte Kollegen" am Herd stehen, erzählt Witzigmann.

Ob sich der Spitzenkoch wie viele seiner Kollegen auch hinter den TV-Herd stellen würde? "Selbst kochen, das sehe ich nicht mehr bei mir", sagt Witzigmann. Ihm habe aber die Arbeit zu "Top Chef Germany" sehr viel Spaß gemacht - "da kann ich mir vieles vorstellen".

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren