Tatort: "Narben": Die echten Schicksale der Darsteller

Der "Tatort: Narben" erzählt von schrecklichen Kriegsverbrechen im Ost-Kongo, den Opfern und Tätern. Das sind die Darsteller hinter den Flüchtlingen.
| (ili/spot)
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Sie spielen so glaubwürdig, dass man ihnen das schreckliche und auf schreckliche Weise verbundene Schicksal im Ost-Kongo auf jeden Fall abnimmt. Im wahren Leben aber hat es Thelma Buabeng, Jerry Kwarteng und Jerry Elliott nicht so hart getroffen. Das ist über sie bekannt:

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Thelma Buabeng aus Ghana

 

"Tatort": Cécile Mulolo (Thelma Buabeng) war dabei, als ihre Freundin in der Flüchtlingsunterkunft in den Tod gestürzt ist - sie trauert Foto:WDR/Uwe Stratmann

 

Thelma Buabeng kam am 31. März 1981 in Ghana zur Welt. Aufgewachsen ist sie im Rheinland, heute lebt sie in Berlin. Laut WDR und ihrer eigenen Homepage spricht sie Deutsch, Fante (Ghanaisch), Englisch, Französisch und "perfekt Kölsch". Ihr Fernsehdebüt feierte sie 2003 in der TV-Serie "Lindenstraße" und damit lange vor ihrer Schauspielausbildung an der "Filmschauspielschule Berlin" (2007-2009). Es folgten Film- und Fernsehproduktionen wie "Das Adlon. Eine Familiensaga" (2013), "Heil" (2014) und "Tod den Hippies! Es lebe der Punk!" (2014). Mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär war sie schon im "Tatort - Ihr Kinderlein kommet" (2012) zu sehen.

 

Der "Hamburger Jung" Jerry Kwarteng

 

Théo Wangila (Jerry Kwarteng) will im "Tatort" wissen, wer seinen Bruder Patrick ermordet hat Foto:WDR/Uwe Stratmann

 

Als "echter Hamburger Jung" beschreibt sich Jerry Kwarteng, der 1976 in der Hansestadt das Licht der Welt erblickte. Inzwischen lebt er in Berlin. Seine internationale Filmografie beginnt 2012 mit dem TV-Film "Kreutzer kommt... ins Krankenhaus" mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle. 2015 drehte er für "The Correspondance" des italienischen Oscar-Preisträgers Giuseppe Tornatore. Derzeit steht er für eine dänische Produktion vor der Kamera. Kwarteng engagiert sich außerdem für die Interessenvertretung "Schwarze Filmschaffende Community". Neben der Schauspielerei arbeitet er auch als Model.

 

Jerry Elliott aus Nigeria

 

Dr. Joseph Roth (Joe Bausch) liefert im "Tatort" eine erste Einschätzung zum Tathergang: Wie kam Dr. Patrick Wangila (Jerry Elliott) ums Leben? Foto:WDR/Uwe Stratmann

 

Im Gegensatz zu den beiden Schauspielkollegen hat Jerry Elliott einen dramatischen und fast schon filmreifen Lebenslauf. Wie seine Rolle im "Tatort", der Arzt Patrick Wangila, hat auch Elliott es geschafft, in Deutschland Fuß zu fassen. Er kam am 20. Juni 1976 in dem Dorf Oke Ora in Nigeria zur Welt. "Mit 14 Jahren floh er von zu Hause vor häuslicher Gewalt", schreibt der WDR. Danach lebte er in Lagos auf der Straße. Über Ägypten, die Türkei, Israel und Griechenland landete er schließlich in den Niederlanden. Dort lebte und trainierte er in einem Boxstudio. In Deutschland wurde er dann von einem namhaften Boxstall entdeckt. Sein größter Erfolg: ein Kampf um die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht.

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