"Tatort: Innere Angelegenheiten": Verstärkung für Tobler und Berg
Franziska Tobler und Friedemann Berg ermitteln im "Tatort: Innere Angelegenheiten" (19. April, 20:15 Uhr, Das Erste) mal wieder nicht allein. An der Seite von Eva Löbau (53) und Hans-Jochen Wagner (57) steht diesmal Nairi Hadodo (30) als ihre Kollegin Laura Babayan - und die Schauspielerin bleibt dem Team auch noch länger erhalten. Auch für den nächsten Schwarzwald-Fall "Sharenting" (voraussichtlich 2027) ist Hadodo wieder in der Besetzung bestätigt. Eine neue feste Größe im Freiburger Revier?
Viel Einführung bekommt Laura Babayan nicht, sondern wird nur einmal schnell als Kollegin vorgestellt. Im Fall muss sie an der Seite von Tobler rivalisierende Gruppen nach einem Todesfall in einem Freiburger Nachtclub in Schach halten, während Berg den Verdächtigen auf dem Präsidium verhört. Dabei kann sie wegen ihrer eigenen Migrationsgeschichte die Vorurteile der Parteien gegen die Polizei gut nachvollziehen.
"Herkunft als Plus und nicht als Minus verstehen"
Die 1995 in Köln geborene Nairi Hadodo absolvierte ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen/Bochum und gehört seit 2024 zum Ensemble des Maxim Gorki Theaters in Berlin. Auch am Theater Basel ist sie Ensemblemitglied und begeisterte etwa im gefeierten "Ein Sommernachtstraum". Im Fernsehen spielte Hadodo bereits in der SRF-Serie "Neumatt" oder der ARD-Miniserie "30 Tage Lust". Für ihre Rolle im ARD-Film "Die Frau in Blau" wurde sie bei den Jupiter Awards als beste Darstellerin national nominiert, bei der Berlinale war sie im Film "Etwas ganz Besonderes" zu sehen.
Besondere Aufmerksamkeit erregte Hadodo mit dem selbstgeschriebenen Theaterstück "KIM", in dem sie selbst Kim Kardashian (45) verkörpert und gleichzeitig Regie führt. Darin setzt sie sich mit dem armenischen Hintergrund des weltberühmten Realitystars auseinander - und auch mit ihrem eigenen, denn Hadodo wuchs in einem armenisch-aramäischen Elternhaus auf. "Schon früh wurde mir klargemacht, dass ich Armenierin bin, nicht Deutsche", sagt sie im Interview mit der "taz". Das Bewusstsein für Minderheitenerfahrungen, das Unsichtbar-Sein in der Mehrheitsgesellschaft, zieht sich durch ihre künstlerische Arbeit, wie auch der Auftritt im "Tatort" zeigt. "Die Narrative, die meine Herkunft als Plus und nicht als Minus verstehen, muss ich selbst erzählen", betont sie.
Immer wieder neue Kollegen für Berg und Tobler
Das Prinzip einer kurzeitigen Verstärkung im Ermittlerteam ist dem Schwarzwald-"Tatort" nicht fremd. Bereits im vorletzten Fall "Der Reini" wurden Tobler und Berg von Luise Aschenbrenner (31) als Kommissariatsanwärterin Ella Pauls unterstützt. Weil das Duo als Geiseln festgehalten wurde, musste sie auf dem Revier einspringen und die Mordermittlungen weitgehend allein stemmen. Trotz der überzeugenden Leistung blieb es bei einer einmaligen Episodenrolle.
Und einmal war Friedemann Berg sogar gar nicht dabei: 2018 hatte Hans-Jochen Wagner beim "Tatort: Damian" krankheitsbedingt gefehlt, weshalb Franziska Tobler kurzerhand mit Aushilfskommissar Luka Weber ermittelte - auch das ohne Fortsetzung. Gespielt wurde Weber von niemand Geringerem als Carlo Ljubek (49), der acht Jahre später nach dem Abschied von Batic und Leitmayr der neue Kommissar im Münchner "Tatort" ist.
Vielleicht schaffen es Tobler und Berg aber bald auch wieder ganz alleine, ihre Fälle zu lösen. In "Innere Angelegenheiten" verlaufen die Ermittlungsarbeiten zwischen den beiden nämlich seit Langem mal wieder reibungslos - auch wenn sie wegen der getrennten Handlungsorte in ihrem 17. gemeinsamen Fall kaum direkt miteinander interagieren. Nach persönlichen Verlusten und Missverständnissen waren die beiden zuletzt auf Abstand gegangen und nähern sich jetzt wieder an.
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