Tantra, Pilze und die Suche nach dem Sinn

Der Markt für spirituelle Angebote boomt. Vermutlich sind auch die derzeitigen Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine, steigende Lebenskosten und instabile politische Verhältnisse Gründe, die dafür sorgen, dass immer mehr Menschen Halt in alternativen Praktiken und Glaubensformen suchen. Die ARD-Reportagereihe "Echtes Leben" stellt drei unterschiedliche Ansätze vor.
Den Anfang macht der vom WDR und BR verantwortete Film "Tantra - Wie weit gehe ich?". Filmemacherin Joanna Michna begleitet darin ein Ehepaar: Die 60-jährige Paartherapeutin Anja und der gleich alte Kommunikationsdesigner Peter sind seit vielen Jahren verheiratet. Nun, da die Kinder aus dem Haus sind, suchen sie etwas, das ihre Beziehung "die letzten 20 Jahre noch ein bisschen lebendig macht", wie Peter erklärt. Als Anja ein Tantra-Angebot entdeckt, ist sie neugierig. Sie hofft auf einen Zugang zu Körperlichkeit und Intimität. Peter ist anfangs etwas skeptisch. Dennoch lassen sie sich auf das Experiment ein und müssen sich schon bald mit unangenehmen Fragen auseinandersetzen.
Mit Zauberpilzen Selbstliebe finden?
Direkt im Anschluss, um 23.20 Uhr, nimmt die "Echtes Leben"-Reihe ein weiteres Angebot unter die Lupe, bei dem manch einer vielleicht erst einmal missbilligend die Nase rümpft: Unter dem Titel "Zauberpilze - Ändern sie mich wirklich?" begleitet Joanna Michna die 41-jährige zweifache Mutter Tina zu einem Psilocybin-Retreat. Die Einnahme eines halluzinogenen Trüffels soll ihr einen Zugang zu sich selbst ermöglichen. Doch bringt es auch den erhofften Langzeiteffekt oder ist das Experiment am Ende vielleicht sogar gefährlich?
Eine dritte "Echtes Leben"-Reportage von Joanna Michna unter dem Motto "Neo-Schamanismus - finde ich die andere Welt?" zeigt das Erste am Mittwoch, 21. Oktober, um 23.35 Uhr.
Echtes Leben: Tantra - Wie weit gehe ich? - Di. 20.10. - ARD: 22.50 Uhr