Take That und U2 sprechen im ZDF über Krisen und Zusammenhalt

Das ZDF hat für seine Kultursendung "aspekte" zwei der bekanntesten Bands der Popgeschichte eingeladen. Take That und U2 sprechen in ausführlichen Interviews über schwierige Jahre und darüber, was sie seit Jahrzehnten zusammenhält.
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U2 und Take That berichten über Krisen und Zusammenhalt.
U2 und Take That berichten über Krisen und Zusammenhalt. © [M] ZDF / Till Kind / ZDF / Daniel Waldhecker/kobalt

Take That und U2 stehen der ZDF-Kultursendung "aspekte" für zwei Sonderausgaben Rede und Antwort. Das hat der Sender mitgeteilt. Für U2 ist es das einzige deutsche TV-Interview anlässlich des 50-jährigen Bandjubiläums.

Den Anfang macht aber das britische Trio. Moderatorin Salwa Houmsi hat Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald in Berlin getroffen. Die Ausgabe trägt den Titel "Take That: Wie überlebt man als Boygroup?" und ist ab Freitag, 30. Oktober, um 21 Uhr im ZDF-Streaming-Portal abrufbar. Im linearen Programm läuft sie am selben Tag um 23:30 Uhr.

Offene Worte über die Zeit nach der Trennung

Laut Ankündigung geht es in dem Gespräch auch um die Kehrseite des Ruhms. Die drei Musiker reden demnach über psychische Belastungen und die schwierige Phase nach der Auflösung der Band im Jahr 1996. Außerdem verraten sie, wie sie es geschafft haben, mehr als 35 Jahre lang gemeinsam Musik zu machen.

Selbstverständlich ist das nicht, wie ein Blick zurück zeigt. In den 1990er-Jahren sorgten die damals fünf Briten mit Songs wie "Back for Good" und "Never Forget" weltweit für Kreischanfälle und ausverkaufte Stadien. Der Sender bezeichnet Take That als erfolgreichste Boyband der britischen Chart-Geschichte. Dann stieg Robbie Williams aus, die Gruppe zerfiel. Mitte der 00er Jahre meldete sie sich überraschend zurück. Seit 2014 stehen Barlow, Owen und Donald als Trio auf der Bühne.

An den Ruhestand denkt offenbar keiner der drei. In Berlin präsentierten sie Fans bei einem Pre-Listening-Event ihr zehntes Studioalbum "Dreamers", das Ende des Jahres erscheinen soll. Gary Barlow gibt sich im Interview kämpferisch: "Wir fangen gerade erst an."

Trennungsgedanken bei U2

Zwei Wochen nach Take That ist U2 an der Reihe. Moderatorin Katty Salié reiste für das Gespräch nach Dublin, also dorthin, wo die Geschichte der Band ihren Anfang nahm. Und der war denkbar unspektakulär: 1976 startete alles mit einem Zettel am Schwarzen Brett einer Dubliner Schule.

Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Jr. blicken im Interview auf fünf Jahrzehnte zurück. Was folgte, waren Welthits wie "Sunday Bloody Sunday" und "Beautiful Day" sowie 22 Grammy Awards. U2 zählt zu den prägendsten Rockbands der Musikgeschichte. Doch auch hier lief nicht immer alles rund. Laut ZDF sprechen die vier offen über Krisen und Konflikte bis hin zu Momenten, in denen sie an eine Trennung dachten.

Sie erzählen zudem, was sie als Band bis heute zusammenhält und wie sie einander in schwierigen Zeiten gestützt haben. Auch ihr politisches Engagement und ihre heutigen Sorgen kommen zur Sprache. Und die Musiker verraten, worauf sie besonders stolz sind.

Erstes Studioalbum seit neun Jahren

Neue Musik gibt es ebenfalls. Mit "Carnaval de Luz" erscheint nach neun Jahren wieder ein Studioalbum von U2. Die Platte beschäftigt sich nach Angaben des Senders mit den Krisen der Gegenwart und der eigenen Geschichte, aber auch mit der Suche nach Hoffnung.

"aspekte extra: U2" steht ab Freitag, 13. November, um 10 Uhr im ZDF-Streaming-Portal bereit. Im ZDF-Programm ist die Sendung am selben Tag um 23:30 Uhr zu sehen.

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